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AMSTETTEN. Der SKN St. Pölten setzte sich im NÖ Derby gegen den SKU Ertl Glas Amstetten mit 0:4 (0:3) klar durch und krönte sich damit zum Winterkönig. Dennoch stolz ist man beim SKU auf seinen Tormann: Torhüter Elias Scherf (Jahrgang 2003) wurde neuerlich in die österreichische U21-Nationalmannschaft einberufen.

Torhüter Elias Scherf (Foto: A. Haider/SKU)
Torhüter Elias Scherf (Foto: A. Haider/SKU)

Nach zwei sieglosen Partien wollte der SKU im letzten Spiel des Jahres noch ein Erfolgserlebnis verbuchen. In der Hinrunde setzte sich Amstetten dank später Feiertag-Treffer nach zweimaligem Rückstand noch mit 2:3 durch. Die zuletzt so starken St. Pöltener waren natürlich auf Wiedergutmachung aus und hatten – einen Punkteverlust von Horn vorausgesetzt – zudem noch die Chance auf die Winterkrone.

Gäste starten fulminant

Beide Teams legten flott los, Vorteile verzeichneten aber von Beginn weg die Gäste. Mit der zweiten schnellen Aktion gelang St. Pölten auch die Führung. Zunächst versuchte sich Jaden Sean Montnor noch als Assistgeber über die linke Seite (3.), kurz darauf trug sich der SKN-Angreifer aber selbst in die Schützenliste ein. Einen Hartwig-Stanglpass von der rechten Seite verwandelte der großgewachsene Angreifer mühelos zur frühen 0:1-Führung (4.). Wenige Minuten später knallte er den Ball aus der Distanz an die Querlatte des Amstettner Gehäuses. Wie schon im Hinspiel legte St. Pölten im NÖ-Derby vor!

Ein frühes 0:2

Das Spiel war noch keine Viertelstunde alt und es stand schon 0:2. Der Assistgeber beim ersten Treffer, Luis Hartwig, verwandelte eine Salamon-Flanke aus dem linken Halbfeld zum zweiten St.Pölten-Treffer. Die Landeshauptstädter ließen nicht locker und hatten im Amstettner Nebel den besseren Durchblick. Der SKU schien sich ein wenig zu fangen und hatte nach dem Schock einige gute Momente in der Offensive. Im Gegenzug schlug Jaden Montnor aber wieder eiskalt zu. Nach einem guten Solo zog er mit dem rechten Fuß ab und bezwang Elias Scherf erneut – 0:3 in Minute 21!

Amstetten fand immer besser ins Spiel

Amstetten brauchte daraufhin einige Zeit, fand mit Fortdauer der Partie besser ins Spiel. Der SKU gab nicht auf, eine schnell gespielte Aktion über die linke Seite hätte den Anschlusstreffer bringen können oder gar müssen. Dominik Weixelbraun spitzelte den Ball aber an Keeper Stolz aber auch am SKN-Gehäuse vorbei. Gleich darauf hatte der SKN auch Glück, als der Ball von der Torstange ins Feld zurücksprang (40.). Ein Treffer gelang nicht mehr, die Gäste gingen mit einer komfortablen Führung in die Pause.

St. Pölten macht den Sack endgültig zu

Beide Teams starteten ohne personelle Veränderungen in die zweite Hälfte. Der SKU wollte dort weitermachen, wo es in der ersten Hälfte endete. Die guten Offensivmomente wurden durch den nächsten Montnor-Volltreffer aber früh beendet. Dem schnellen Stürmer der Gäste gelang an diesem Abend einfach alles und knallte die Kugel aus spitzem Winkel um 0:4 unter die Latte (51.).

Die Spannung war nun ein weiteres Mal abgefallen, Amstetten gab sich aber trotzdem nicht auf und hielt weiter dagegen. SKN wechselte mehrfach und verwaltete den Vorsprung mit entsprechend viel Selbstvertrauen. Die Partie war gelaufen, Amstetten war nur mehr auf Ergebniskorrektur aus. Auch aus mehreren Ecken in der Nachspielzeit gelang aber nichts Zählbares, St. Pölten gewann das Derby souverän und revanchierte sich für das 2:3 in der Hinrunde. Nach der Niederlage von Herbstmeister Horn beim FAC krönte sich St. Pölten damit zum Winterkönig.

Stolz auf Tormann Elias Scherf

Dennoch stolz ist man beim SKU auf seinen Tormann: Torhüter Elias Scherf (Jahrgang 2003) wurde neuerlich in die österreichische U21-Nationalmannschaft einberufen. Scherf stand als einziger Kaderspieler in allen 16 Saison-Spielen über die gesamte Spielzeit im Tor von Amstetten und war stets ein großer Rückhalt. Die neuerliche Einberufung hat sich der junge Keeper mehr als verdient.

Amateur-Mannschaft

Übrigens: Besser lief es zuletzt für die Amateur-Mannschaft: Im Nachtragsspiel gewannen die SKU-Amas gegen Oed/Zeillern mit 1:0 (Tor: Jannik Peham in der 84. Minute). Eine Woche zuvor blieb man auch in Euratsfeld mit 4:2 siegreich.

 


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