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AMSTETTEN. 46 Damen und Herren waren in den ersten Tagen des neuen Jahres zu Gast beim Schachverein Amstetten, um beim traditionellen Neujahrsturnier die Sieger zu ermitteln. Gleichzeitig wurden auch die Stadt- und erstmals auch die Mostviertelmeister ausgespielt. Das topbesetzte Turnier wurde im Schweizer System durchgeführt und fand im Volksheim Allersdorf statt.

  1 / 3   Jugendsieger Robert Zehetner gegen Brigitte Rauscher (Foto: Rastislav Pomsahar/Schachverein Amstetten)

Gleich 15 Damen und Herren nahmen die Herausforderung seitens des gastgebenden Vereines an und den ersten Saisonhöhepunkt in Angriff. Für eine positive Überraschung sorgte Jugendspieler Robert Zehetner. Nach ersten Erfolgen bei Schnellschachturnieren bestritt er nun auch sein erstes Turnier mit klassischer Bedenkzeit. Er gewann drei seiner fünf Partien. Damit kam er auf Platz 21 und wurde bester Nachwuchsspieler. Neben ihm traten noch zwei weitere Talente vom heimischen Schachverein ohne ELO-Wertung an. Anhand dieser Zahl wird die Spielstärke von Schachspielern gemessen.

Stadtmeisterschaft: Spitzenklasse am Start

Elf Aktive mehr als im Vorjahr lockte die Aussicht auf Ruhm und Ehre in die Bezirkshauptstadt. Trotz Abwesenheit von Vorjahressieger Robert Ernst und dem Drittplatzierten Christian Schmidrathner war die Qualität im Feld enorm.

Fünf Spieler mit einer ELO-Zahl über 2.000 sowie weitere neun über 1.800 waren bei der 21. Stadtmeisterschaft am Start. Natürlich konnte dieser Titel nur an einen Spieler mit Verein oder Wohnsitz in Amstetten gehen. Am Ende holte sich diesen – wie bereits 2019 – Lokalmatador Thomas Wadsack mit vier von möglichen fünf Punkten.

Mit dieser Leistung belegte der 23-jährige Student im Gesamtklassement den zweiten Platz. Seine einzige Niederlage im Bewerb fügte ihm der spätere Sieger und erstmalige Mostviertelmeister in der dritten Runde zu.

Sieger Emanuel Högl

Der Sieg ging – in einem bis zum letzten Zug spannenden Finale – an den Vorjahreszeiten Emanuel Högl von Datatech Pressbaum-Eichgraben. Der 25-Jährige, der einen eigenen Youtube-Kanal betreibt, musste lediglich in der vierten Runde eine Punkteteilung hinnehmen und gewann alle anderen seiner Spiele.

Somit verteidigte er auch am Schlusstag des fünftägigen Turniers seine Führung gegen seine zuvor punktegleichen Kontrahenten Tobias Berger und Manfred Lenhardt, die sich zum Abschluss duellierten. Mit ihrem Remis blieben sie letztlich einen halben Punkt hinter dem Sieger auf den Plätzen drei und vier, weil sie noch von Wadsack überholt wurden, der aufgrund der besseren Feinwertung – punktegleich – vor die beiden gereiht wurde.


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