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Leserartikel Werner Pelz, 13.09.2015 22:30

AMSTETTEN/ST. PÖLTEN/NÖ. Bei der Landeskonferenz der Jungen Generation NÖ in Amstetten wurde Albert Scheiblauer mit 97,3 Prozent als Landesvorsitzender der roten Jungspunde wiedergewählt.

'Oberquaker' Albert Scheiblauer (JG NÖ-Landesvorsitzender), flankiert von Landesrat Maurice Androsch und Nationalrätin Ulrike Königsberger-Ludwig. Foto:Privat

Scheiblauer erachtet dieses Votum als „klaren Auftrag“ zum „Mitquaken“. Nicht als Frösche sondern als rote Enten, wie das entsprechend Maskottchen aufklärt. Zu diesem Zwecke wurde auch eine eigene Mitquak-Möglichkeit unter www.quakmit.at eingerichtet. Man erhofft sich solcherart auch andere Quaker zu gewinnen, die sich einbringen und mitquaken oder mitschnattern.

Eines der Themen, die viel Raum zum ärgerlichen Quaken geben, sei die Wohnsituation für junge Menschen. Trotz Sonderwohnbauprogramm für junge Menschen ist es noch immer sehr schwierig, sich als junger Mensch in Niederösterreich die eigenen vier Wände zu leisten. Daher fordert die JG NÖ, ergänzend dazu, ihr „5x5“-Modell“, so Scheiblauer weiter. Damit sei gemeint,  dass junge Menschen, zwischen 18 und 30 Jahren, eine Wohnung mit maximal 60 Quadratmetern um 5 Euro pro Quadratmeter für 5 Jahre bewohnen können, abhängig von deren Einkommen. Danach bestehe die Möglichkeit zur Normalmiete in der Wohnung zu bleiben. Die Differenz auf den marktüblichen Preis würde in dieser Rechnung Land oder Gemeinde übernehmen.

„Keine Stacheldrahtzäune“ 

Auch in Sachen Flüchtlinge äußert man sich: Man begrüße „die menschliche Haltung Österreichs“ und „verurteile jene, die geschwächte, vom Krieg gebeutelte Familien, mittels Stacheldrahtzäunen aussperren möchten. „Wir brauchen keine Hetzer, wir brauchen Politiker, die nun für eine Lösung auf EU-Ebene, aber auch im Kreise der UNO eintreten“, so Scheiblauer.

Kritik an Innenministerin und Integrationsminister – nicht am Bundeskanzler

In Traiskirchen und auch bei der Unterbringung in Gemeinden habe „das Innenministerium auf ganzer Linie versagt“, heißt es seitens dem SP-Jungvolk, und der Integrationsminister sei wochenlang auf Tauchstation gewesen, „anstatt Maßnahmen in diesem Bereich zu setzen“. (Wenngleich der SP-Nachwuchs sich gern an Oberboss Werner Faymann reibt und intern dessen lang geübte Zurückhaltung in der Flüchtlingsfrage vorwarf, unterblieb erwartungsgemäß eine öffentliche und offizielle Unmutsäußerungen am Bundeskanzer bei der Landeskonferenz. Faymann hatte zuletzt bei einem Besuch in St. Pölten erklärt, „kein Freund großer Erklärungen„ in der Asylfrage zu sein. Anm. d. Red.)

Ökologischer Fußabdruck

Auch in Sachen erneuerbarer Energie erhebt man die Stimme. Es gehe darum, den ökologischen Fußabdruck zu verkleinern und um „vermehrte Gewinnung enereuerbarer Energien“. Diese Forderungen würden den Ausbau von „Bürger-Solarkraftwerken“, die Ermöglichung von Energiegenossenschaften, E-Car-Sharing und die Ausweitung des TOP-Jugendtickets ebenso beinhalten, wie auch Öffi-Anbindungen auszubauen und Fahrgemeinschaftsplattformen zu fördern.

Ehrengäste

Bei der Landeskonferenz mit dabei waren u.a. Landesrat Maurice Androsch, Nationalrätin Vizebürgermeisterin Ulrike Königsberger-Ludwig, die Landtagsabgeordneten Renate Gruber, Günther Sidl und Ilona Tröls-Holzweber, Landesgeschäftsführer Robert Laimer, Bundesrätin Ingrid Winkler, Bundesrat Rene Pfister, uvm.

Zur Person

Albert Scheiblauer ist Jahrgang 1987, seit zehn Jahren in der Jungen Generation Brunn am Gebirge aktiv und konnte bereits jahrelang politische Erfahrung im Landesvorstand der JG NÖ sammeln. 2013 wurde er zum Vorsitzenden der JG NÖ gewählt, außerdem ist er Jugendsekretär der Gewerkschaft Bau-Holz und in seiner Heimatgemeinde Brunn am Gebirge im Gemeinderat vertreten.


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