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AMSTETTEN. Die eNu (Energie- und Umweltagentur Niederösterreich) lud in den Rathaussaal zu einer Vorführung des Films „Enerkey – Wer hat den Schlüssel zur Energiewende?“.

Nicola Stampfer (Regisseur), Stadtrat Gerhard Haag (Grüne), Herbert Greisenberger (eNu-Geschäftsführer) , GVU-Obmann, Landtagsabgeordneter Anton Kasser (ÖVP), Siegfried Kolck-Thudt (evangelischer Pfarrer Amstetten), Gemeinderat Bernhard Wagner (SPÖ), Christine Haiden (Chefredakteurin Welt der Frau), Ignaz Röster (eNu, Amstetten) Foto: PKirchweger

AMSTETTEN. Die eNu (Energie- und Umweltagentur Niederösterreich) lud in den Rathaussaal zu einer Vorführung des Films „Enerkey – Wer hat den Schlüssel zur Energiewende?“. Nicola Stampfer  – der Regisseur des Films – war anwesend. Der Dokumentarfilm zeigt Beispiele von Menschen, die es schafften, erneuerbare innovative Energie zu nutzen. Vom Null-Energie-Stadthotel über Betreiber eines kleinen Windrades bis zum Bauer, der seinen gesamten Energiebedarf selbst versorgt. Dieser Bauer – Wolfgang Löser – war bei der Filmvorführung ebenfalls anwesend. Der Strom kommt bei ihm von der Photovoltaikanlage, zum Heizen verwendet Löser Hackschnitzel und den Traktor betreibt er mit Öl, das er in der eigenen Ölmühle aus seinen Sonnenblumen erzeugt.Im Anschluss an die Filmvorführung gab es eine von eNu-Geschäftsführer Herbert Greisinger moderierte Podiumsdiskussion mit der Chefredakteurin von  „Welt der Frau“ Christine Haiden, dem Landtagsabgeordneten und GVU-Obmann Anton Kasser, dem evangelischen Pfarrer Siegfried Kolck-Thudt, dem eNu-Energie- und Klima-Experten Ignaz Röster sowie dem Regisseur Nicola Stampfer.

Rahmenbedingungen von Politik eingefordert

Haiden meinte, die im Film gezeigten Beispiele seien sehr vorbildhaft. Allerdings, wenn man die Energiewende auf breiter Basis umsetzen wolle, dann sei der Einzelne überfordert. Sie fordert daher von der Politik ein, entsprechende Rahmenbedingungen zu schaffen.Kasser erklärte, dass das Mostviertel bereits eine Vorbildregion sei, dass es aber manchmal schwer sei, die Menschen von der Dringlichkeit zu überzeugen. Nach Katastrophen wie Fukushima seien die Leute offen für Energiefragen, das flache aber sehr schnell ab. Kolck-Thudt wies auf die Vorbildwirkung von Personen des öffentlichen Lebens hin. Er sähe gern, dass Kirchen und Pfarrgebäude mit Photovoltaik-Anlagen bestückt wären, oft gehe das aber wegen des Denkmalschutzes nicht.Nach der Podiumsdiskussion gab es regen Gedankenaustausch beim Buffet.Besonders Wolfgang Löser wurde mit vielen Fragen konfrontiert. Er meinte, der selbst erzeugte Sonnenblumen-Sprit sei nur eine Übergangslösung. Die Zukunft gehöre aber der Elektromobilität.


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