Niederösterreich bekam in vergangenen Jahren rund 500 Millionen Euro an EU-Fördermitteln
NÖ. Bereits zum dritten Mal hat Österreich am 1. Juli 2018 für ein halbes Jahr den Vorsitz im Rat der Europäischen Union im Rahmen einer Veranstaltung auf der Planai übernommen. Insgesamt fanden 15 Veranstaltungen in Niederösterreich statt, die zusätzliche Wertschöpfung für das Land bedeuten.

Der EU-Ratsvorsitz stand unter dem Motto „Ein Europa, das schützt“ – vor allem die Themen Sicherheit, Kampf gegen illegale Migration, Sicherung des Wohlstands und der Wettbewerbsfähigkeit durch Digitalisierung und die Stabilität in der Nachbarschaft standen im Vordergrund. Ebenfalls im Mittelpunkt stand die Stärkung des Subsidiaritätsprinzips: Die Europäische Union soll sich um die großen Themen kümmern, die einer gemeinsamen Lösung bedürfen und sich in kleinen Fragen zurücknehmen, in denen die Mitgliedstaaten oder einzelnen Regionen selbst entscheiden können.
EU trägt zum Wohlstand bei
„In den vergangenen Jahren hat Niederösterreich rund 500 Millionen Euro an EU-Fördermitteln bekommen – damit konnten für jeden eingezahlten Euro drei Euro zurückgeholt werden. Damit trägt die EU massiv zu einer positiven Entwicklung und zum Wohlstand von uns allen bei. Wir sichern dadurch Arbeitsplätze und jeder zweite Job hängt direkt oder indirekt am Export“, freuen sich Landesrat Martin Eichtinger und VPNÖ-Landesgeschäftsführer Bernhard Ebner über die positiven Zahlen.
Kontakte zu Europa vertieft
Auch während der EU-Ratspräsidentschaft wurde die Chance genutzt, das Land noch tiefer in Europa zu verankern und die Kontakte zu den Spitzen Europas zu vertiefen. „Niederösterreich ist ein Juwel und idealer Standort und Treffpunkt für internationale Begegnungen – besonders erfreulich waren der Besuch der EU-Botschafter zum Grafenegg Festival sowie der Ambassador Summit auf der Garten Tulln. Dabei konnten wir die Idee des ökologischen Gärtnerns ausgehend von Niederösterreich in die Welt tragen“, so Eichtinger.
Starke Vertreter in Brüssel wichtig
„Uns hat die EU-Ratspräsidentschaft eines gezeigt: Wir brauchen auch in Zukunft starke und handlungsfähige Regionen - dabei ist auch die Europäische Union von zentraler Bedeutung, denn jeder zehnte Fördereuro kommt aus EU-Mitteln. Für uns ist es daher wichtig, dass wir künftig Mittel für regionale Projekte zur Verfügung haben und damit auch starke Vertreter in Brüssel und feste Verbindungen nach Brüssel“, erklärt Ebner abschließend.
Veranstaltungen im Rahmen der EU-Ratspräsidentschaft in NÖ:
- 15./16. Juni Europa Forum Wachau, Göttweig
- 5./6. Juli „Events for a Greener Europe“, Mauerbach
- 5./6. Juli Treffen der politischen Direktorinnen und Direktoren der EU, Wachau
- 11./13. Juli Klima-Workshop, Krems15./16. Juli Informelle Tagung der Ministerinnen und Minster für Wettbewerbsfähigkeit, Schloss Hof
- 30. August Besuch „Grafenegg Festival“ der EU-Botschafter, Grafenegg
- 5./7. September Sommerschule für Evidenz und Politik, Laxenburg
- 12. September International Garden BBQ, Tulln
- 23./25. September Informelle Tagung der Landwirtschaftsministerinnen- und minister, Schloss Hof
- 27./28. September Informelles Treffen der Gruppe „Strukturmaßnahmen“, Hainburg an der Donau
- 4./5. Oktober „Away Days“, Reichenau an der Rax
- 9. Oktober „Europa Forum Wachau“-Salon, Klosterneuburg
- 15./17. Oktober ASEM Education Senior Official“s Meeting, Krems
- 14./15. November European Business Award for the Environment, Palais NÖ
- 29./30. November Konferenz über die Leistungsfähigkeit von Justizsystemen, Klosterneuburg


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