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AMSTETTEN. Mit der Arbeitsmarktbilanz des Jahres 2018 ist AMS-Geschäftsstellenleiter Harald Vetter sehr zufrieden.

AMS-Geschäftsstellenleiter Harald Vetter Foto: B.V.Lachner/Photosandmore.at
AMS-Geschäftsstellenleiter Harald Vetter Foto: B.V.Lachner/Photosandmore.at

AMSTETTEN. Die Arbeitsmarktbilanz 2018 kann sich sehen lassen: „Die Arbeitslosenquote im Bezirk Amstetten von 4,3 Prozent im Jahresschnitt ist die niedrigste seit 2008“, erklärt Harald Vetter, AMS-Geschäftsstellenleiter. Sie liegt damit auch deutlich unter der prognostizierten Marke für Niederösterreich von 7,8 Prozent.

Rege Nachfrage nach Personal

Am heimischen Arbeitsmarkt herrschte eine rege Nachfrage nach Personal, die für einen deutlichen Rückbau der Arbeitslosigkeit und einen neuerlichen Beschäftigtenrekord sorgte. „Mit einem Minus von 14,4 Prozent bei den vorgemerkten Arbeitslosen gelang 2018 dem AMS Amstetten ein starker Rückbau der Arbeitslosigkeit“, so Vetter.Durchschnittlich waren im Jahr 2018 pro Monat 1.963 Personen – davon 910 Frauen und 1.053 Männer – beim AMS Amstetten arbeitslos gemeldet. Den Jobsuchenden konnte im abgelaufenen Jahr ein deutlich verbessertes Jobangebot gemacht werden. 2018 waren durchschnittlich pro Monat 1.238 freie Stellen von Betrieben der Region beim AMS Amstetten gemeldet. So konnten im abgelaufenen Jahr 4.279 beim AMS Amstetten arbeitslos vorgemerkte Personen ihre Jobsuche mit einer Arbeitsaufnahme beenden. Der Rückbau der Arbeitslosigkeit war in allen Bereichen zu verzeichnen, wenn auch unterschiedlich stark:

Jugendarbeitslosigkeit

Minus 16,8 Prozent betrug der Rückgang bei der Jugendarbeitslosigkeit. Im zweiten Jahr in Folge ist es gelungen, die Arbeitslosigkeit bei jungen Menschen im Bezirk Amstetten auf durchschnittlich 236 arbeitslose Jugendliche im Monatsschnitt wieder deutlich zu senken. War Anfang der 2000er Jahre noch jeder vierte Arbeitslose unter 25 Jahre, so war 2018 nur jeder achte Arbeitslose ein Jugendlicher.

Langzeitarbeitslose

Minus 24,5 Prozent betrug der Rückgang bei Langzeitarbeitslosen: Von der günstigen Entwicklung am Arbeitsmarkt haben auch Personen profitiert, die bereits ein Jahr oder länger vom AMS in Amstetten betreut werden. Mit einem Minus von fast 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr gelang dies dem AMS Amstetten besser als im Niederösterreich-Durchschnitt. Dort beträgt der Rückgang minus 15,8 Prozent. 265 Personen im Monatsschnitt waren 2018 länger als ein Jahr bereits arbeitslos, das heißt, in Amstetten ist jeder Achte von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen. Im NÖ-Durchschnitt trifft das jede fünfte Person.

Generation 50+

Mehr als jeder dritte Arbeitslose in NÖ über 50 Jahre: Das gilt auch für den Bezirk Amstetten. Die Zahl der jahresdurchschnittlich arbeitslosen Personen der Generation 50+ ist zwar im Vergleich zum Vorjahr um 10,7 Prozent zurückgegangen (auf durchschnittlich 700 Personen im Monatsschnitt), dennoch sind 35,7 Prozent aller Arbeitslosen bereits 50 Jahre oder älter. Ebenso standen bei 32 Prozent der Kunden des AMS Amstetten gesundheitliche Probleme einer raschen Jobvermittlung im Wege.

Prognose 2019

„Die Arbeitslosigkeit im Bezirk wird im Jahr 2019 weiter abnehmen und die Beschäftigtenzahlen werden steigen– allerdings nicht mehr so deutlich wie 2018“, so die Prognose Vetters. „Wir wollen auch 2019 die nach wie vor günstige Entwicklung nutzen, um langzeitarbeitslose Personen in den Jobmarkt zu integrieren.“


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