Pop Up Stores als Maßnahme gegen leer stehende Geschäfte in Amstetten
AMSTETTEN. Das Konzept der „Pop Up Stores Amstetten“ soll dem Problem der leer stehende Geschäftslokale entgegen wirken. Mit Daniela Wagners Sunshine Gallery eröffnet Ende April der erste Pop Up Store.

AMSTETTEN. Die leer stehenden Geschäftslokale in Amstetten sind vielen Bürgern in Dorn im Auge. Mit dem Konzept der „Pop Up Stores Amstetten“ erhofft sich die Amstetten Marketing GmbH eine Wiederbelebung des Stadtkerns. Amstetten Marketing Geschäftsführerin Maria Ettlinger hat dieses Konzept in der Stadt Enns kennen gelernt, wo es einen beträchtlichen Aufschwung gebracht hat.
Vorbild Enns
Max Homolka, Geschäftsführer der Tourismus und Stadtmarketing Enns GmbH erklärt, dass es in Enns Pop Up Stores gebe, die nur ein paar Tage bestehen – genannt Short Term Nutzungen – und andere, die ein halbes Jahr geführt werden, mit der Aussicht bestehen zu bleiben – genannt Long Term Nutzungen. Die Liste der positiven Auswirkungen auf die ganze Stadt ist lang. Elf Short Term Nutzungen des Konzeptes gibt es derzeit. Sie bewirkten unter anderem neue Geschäftsansiedlungen, auch außerhalb des Konzeptes, mehr Frequenz in allen Geschäften mehr Marketingaktivitäten und mehr Investitionen durch die Immobilienbesitzer.
Kooperation
Wichtig ist für Homolka die Zusammenarbeit mit anderen Städten. Daher sieht der die Etablierung der Pop Up Stores in Amstetten nicht als Konkurrenz sondern als Kooperation.Das Pop Up Store-Projekt in Amstetten bietet attraktive Möglichkeiten für neue, temporäre Shopkonzepte: Tage-, wochen- oder monatsweise Anmietung verfügbarer Flächen, risikofrei Geschäftsmodell und Standort testen oder den Schritt in die Selbständigkeit wagen.
Weniger Risiko beim Schritt in die Selbständigkeit
Die Amstetten Marketing GmbH unterstützt dabei in vielen Belangen, wie Stadtmarketing-Geschäftsführerin Maria Ettlinger erzählt: „Das gemeinsame Ziel, nämlich der Übergang in langfristige nachhaltige Mietverhältnisse, wird bei allen Beteiligten immer im Fokus stehen. Ein Pop Up Store ist dabei chancenreiches Mittel zum Zweck, das vor allem seitens der Hauseigentümer genutzt werden kann.
„Neben diversen Marketing- und Beratungsleistungen werden beispielsweise verfügbare Pop Up Store Flächen mit einem flexiblen Ladenbau ausgestattet, der den Mietern für sechs Monate kostenlos zur Verfügung gestellt werden kann. Hergestellt werden diese von der Firma Umdasch, die speziell für Amstetten ein einfaches wie geniales Ladenbau-System entwickelte. Karin Lehner-Illetschko erklärte für die Firma Umdasch, dass sich mittlerweile weitere Interessenten für dieses Ladenbau-System eingestellt hätten. Doch das erste bekommen die Pop Up Stores in Amstetten.
Wirtschaftskammer und AMS unterstützen Konzept
Auch die Wirtschaftskammer unterstützt die Pop Up Stores, vor allem in der Gründungphase mit einer Expertise vor Ort, berichtet Andreas Geierlehner, Bezirksstellenleiter der Wirtschaftskammer. Harald Vetter, Geschäftsstellenleiter des Arbeitsmarktservices Amstetten erklärt, dass das AMS mit dem Gründerprogramm unterstützt.PaukenschlagVoller Begeisterung für das Konzept der „Pop Up Stores Amstetten“ zeigt sich Bürgermeisterin Ursula Puchebner (SPÖ), die von einem Paukenschlag und einer neuen Zeit spricht.
Sunshine Gallery
Den Auftakt in die „Pop Up Stores Amstetten-Ära setzt Daniela Wagner. Sie ist mit ihrer „Sunshine Gallery“ in der Rathausstraße Mieterin des ersten Amstettner Pop-up Stores. In der Sunshine-Gallery gibt es originelle Geschenkartikel, die Menschen Freude bringen sollen. Im Zentrum stehen Kunsthandwerk und Upcycling. Die Idee zu diesem Geschäftsmodell kam Daniela Wagner bei ihrem Aufenthalt in Michigan, USA, wo es viele kleine Geschäft gibt. Eröffnet wird die Sunshine Gallery am 25. April.


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