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AMSTETTEN. Das AMS Amstetten zieht eine erfolgreiche Arbeitsmarktbilanz für das Jahr 2019 und rechnet mit einer leichten Steigerung der Arbeitslosikgkeit im Jahr 2020.

Harald Vetter ist Geschäftsstellenleiter des AMS Amstetten. Foto: B.V.Lachner-Photosandmore.at
Harald Vetter ist Geschäftsstellenleiter des AMS Amstetten. Foto: B.V.Lachner-Photosandmore.at

AMSTETTEN. Mit einer Arbeitslosenquote von 4,3 Prozent im Bezirk Amstetten blieb die Arbeitslosigkeit 2019 gleich niedrig wie im Jahr zuvor. Verglichen mit dem NÖ Durchschnitt von 7,5 Prozent Arbeitslosenquote, unterstreicht das die gute Lage am heimischen Arbeitsmarkt deutlich. Besser als Durchschnitt“2019 haben wir mit einer Arbeitslosenquote von 4,3 Prozent den positiven Trend der letzten beiden Jahre fortgesetzt und eine der niedrigsten Quoten in NÖ erreicht“, erklärt der Geschäftsstellenleiter des AMS Amstetten, Harald Vetter. Verbunden ist diese Entwicklung mit einem weiteren Wachstum der Beschäftigtenzahl: „Durch den Zuwachs an Beschäftigten im Bezirk Amstetten werden wir mit fast 44.000 unselbständig beschäftigten Personen – nach Wohnortprinzip – einen neuen Höchstwert erreichen“, so der AMS Chef.

Intensive Vermittlungsarbeit

„Wir haben die immer noch große Arbeitskräftenachfrage der Wirtschaft genutzt, um unseren Vermittlungsaufgaben rasch und konsequent nachzukommen“, macht AMS Amstetten Chef Harald Vetter deutlich. So konnten heuer 4.200 freie Stellen von Unternehmen des Bezirks mit einer passenden Arbeitskraft besetzt werden. Erfreulich ist auch, dass die Zahl der besetzten offenen Lehrstellen über das AMS auf 350 Lehrstellen um 14,7 Prozent gegenüber 2018 gesteigert werden konnte. Gleichzeitig werden in diesem Jahr bis Ende Dezember rund 4.150 arbeitslose Personen des Bezirks ihre Arbeitslosigkeit mit einer Arbeitsaufnahme beendet haben.

Langzeitarbeitslose

Von der günstigen Entwicklung am Arbeitsmarkt haben auch Personen profitiert, die bereits ein Jahr oder länger vom AMS Amstetten betreut werden. Mit einem Minus von 7,9 Prozent wird hier die Zahl der Langzeitarbeitslosen auf 244 Personen im Jahresdurchschnitt sinken. In Amstetten ist jeder Achte von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen, im NÖ Durchschnitt trifft es jeden Fünften. Ältere und Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen können allerdings von der guten Arbeitsmarktlage des Bezirkes nicht profitierenJeder dritte Arbeitslose ist über 50 JahreMehr als jeder dritte Arbeitslose ist über 50 Jahre: Die Zahl der jahresdurchschnittlich arbeitslosen Personen der Generation 50+ ist im Vergleich zum Vorjahr sogar um 5,9 Prozent auf 740 Personen angestiegen. Damit sind 38 Prozent aller Arbeitslosen 50 Jahre alt oder älter. Bei einem Drittel der Kunden des AMS Amstetten standen gesundheitliche Probleme einer raschen Jobvermittlung im Wege.AMS-Prognose 2020 Für den heimischen Arbeitsmarkt prognostiziert das AMS eine leicht steigende Arbeitslosigkeit und weiterhin mehr Beschäftigte. „Die Talsohle bei den Arbeitslosenzahlen ist erreicht. Seit den Sommermonaten steigt die Arbeitslosigkeit im Bezirk leicht an. Wir rechnen für 2020 aufgrund der Eintrübung der internationalen Konjunktur und den Auswirkungen auf Österreich auch in Amstetten mit einem moderaten Anstieg der Arbeitslosigkeit“, so die Prognose des AMS Geschäftsstellenleiters Harald Vetter.

Schwerpunkte 2020

Der Geschäftsstellenleiter des AMS Amstetten über die Schwerpunkte im kommenden Jahr: „Vorrang hat die rasche und konsequente Vermittlung. Damit decken wir den Arbeitskräftebedarf der Wirtschaft und halten die Arbeitslosigkeit so kurz wie möglich.Für Menschen die keinen Job finden, werden wir Ausbildungen anbieten, um deren Jobchancen zu verbessern.Einen weiteren Schwerpunkt setzen wir bei der Betreuung von Kundinnen und Kunden die 50 Jahre und älter sind. Hier gibt es unter bestimmten Voraussetzungen Unterstützung in Form von Lohnkostenzuschüssen für Dienstgeber bei Einstellung von 50+ Personen.Mit einem nö-weit flächendeckenden Netz an neuen Beratungs- und Betreuungseinrichtungen unterstützen wir langzeitarbeitslose Personen, sich wieder in Richtung Arbeitsmarkt zu orientieren und auf einen beruflichen Wiedereinstieg vorzubereiten. Wir lassen niemanden im Stich!“


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