Normkosten-Modell: NÖ Rettungswesen soll finanziell abgesichert werden
NÖ. Ein neues Normkostenmodell soll die NÖ Rettungslandschaft künftig finanziell absichern.

„2019 wurden in Niederösterreich 1.043.413 Transporte durchgeführt, das sind pro Tag 2859 Einsätze für unsere Rettungsorganisationen“, so SP-Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig. Daher brauche es eine nachhaltige Finanzierung für den regionalen und überregionalen Rettungsdienst, ergänzt sie.
„Beiträge künftig an einer Stelle eingehoben“
„Es braucht gute Fahrzeuge, gute Ressourcen und gute Mitarbeiter. Aus diesem Grund werden die Beiträge künftig an einer Stelle eingehoben und über die Bezirksstellen an die Ortsgruppen verteilt. Das Normkostenmodell wird ab 2021 umgesetzt. Das führt zu mehr Kostenwahrheit, Transparenz und Planbarkeit“, so Königsberger-Ludwig. Damit werde sichergestellt, dass die gemeinsam benötigten Fahrzeuge – man einigte sich auf 523 Fahrzeuge, 60 Poolfahrzeuge als Ersatzfahrzeuge, einen Schwerlastbetten-Intensivtransporter und die zusätzliche Besetzung von Nacht-Krankentransporten – vorhanden seien.
Abwicklung über Land NÖ
Während die Rettungsorganisationen bisher mit jeder einzelnen Gemeinde über Rettungsdienstbeiträge verhandelt und mit dem Land einen zusätzlichen Vertrag abgeschlossen haben, werden die Beiträge ab 2021 vereinheitlicht und über das Land NÖ abgewickelt. „Die Beiträge der Gemeinden betragen künftig 19,2 Millionen Euro. Das Land zahlt statt bislang 2,6 Millionen Euro zukünftig 7,3 Millionen Euro. Weiters finanziert es 31,25 Millionen Euro jährlich zusätzlich für weitere Tätigkeiten wie etwa die Flugrettung. Zusätzlich übernimmt das Land für 2020 den Abgang für den überregionalen Bereich der Rettungsorganisationen in Höhe von neun Millionen Euro“, so VP-Finanzlandesrat Ludwig Schleritzko.
Statements Rettungsorganisationen
Der Präsident des Roten Kreuzes Niederösterreich, Josef Schmoll sagte, dass es harte Verhandlungen auf Augenhöhe gewesen seien, mit dem Ziel das Rettungswesen in Niederösterreich abzusichern. „Die künftige Finanzierung erfolgt aus zwei Händen. Einerseits seitens Land und Gemeinden, andererseits aus der Österreichischen Gesundheitskasse.“ Das erleichtere künftige Verhandlungen. Otto Pendl, der Präsident des Arbeiter-Samariter-Bundes NÖ sei dankbar, dass dieser „Quantensprung gelungen ist, weil wir nur mehr mit wenigen Partnern verhandeln müssen und nicht mehr mit allen Gemeinden einzeln. Es braucht uns um die Zukunft der Gesundheitsversorgung nicht bange sein.“


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