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SPÖ fordert "klare Bekenntnisse" für die Entwicklung des Quartier A in Amstetten

Michaela Aichinger, 16.09.2021 19:57

AMSTETTEN. Die Zukunft des Quartier A wird in Amstetten kontrovers diskutiert. Zur Rettung der Remise hat sich bereits eine überparteiliche und unabhängige Gruppe gegründet. Aus Sicht der SPÖ braucht es nun „klare Bekenntnisse für die kommende Quartiersentwicklung“. Man pocht auf einen Städtebaulichen Vertrag.

Stadträtin Elisabeth Asanger und Vizebürgermeister Gerhard Riegler am Areal der alten Drehscheibe (Foto: SPÖ)

„Die Menschen wünschen sich endlich Klarheit, was mit der Remise und dem gesamten Quartier A passieren wird“, stellt SPÖ-Vizebürgermeister Gerhard Riegler klar. „Deshalb braucht es für das gesamte Quartier A einen Städtebaulichen Vertrag, in dem klar geregelt ist, wie sich das Quartier A in Zukunft entwickeln soll. Trotz der aktuellen Eigentumsverhältnisse hat die Stadt Amstetten auf diese Weise die Möglichkeit zu bestimmen, in welche Richtung sich das Quartier entwickeln soll“, so Riegler.

„Drängen auf Vertrag“

Bemühungen, einen Städtebaulichen Vertrag aufzusetzen, habe es bereits gegeben. Riegler: „Wir drängen schon seit Mitte letztens Jahres darauf, endlich einen Vertrag aufzusetzen. Trotz mehrmaliger Zusage seitens der Rathaus-Koalition ist dies allerdings bis heute nicht passiert. Entweder hat die Stadtregierung also immer noch keine konkreten Pläne, außer die Remise abzureißen, oder man will, dass die Amstettner möglichst lange im Dunkel tappen. Beides halte ich nicht für sonderlich vertrauenserweckend.“

Sensibles Thema

Stadträtin Elisabeth Asanger betont derweil, dass es sich vor allem bei der Remise für viele Amstettner um ein äußerst sensibles Thema handelt. Asanger: „In den letzten Tagen und Wochen haben wir zahlreiche Gespräche geführt und über verschiedene Kanäle Rückmeldungen bekommen. Dabei wurde immer klarer, dass die Menschen in Amstetten eine durchaus emotionale Bindung zur Remise aufgebaut haben. Sie ist eines der heimlichen Wahrzeichen der Stadt und erinnert an die historische Eisenbahnerstadt Amstetten. Durch die zahlreichen Veranstaltungen wurde sie auch für die jüngere Generation greifbar und zu einem Treffpunkt. Deshalb ist für uns klar, dass das einzigartige Flair der Remise auch in die neuen Pläne miteinfließen muss. Die Dynamik, die hier entstanden ist, darf auf keinen Fall verloren gehen.“

Zukunft des Quartier A aus SPÖ-Sicht

Für die SPÖ ist derweil klar, wie die Zukunft des Quartier A am besten zu gestalten ist. Im neuen Stadtteil sollen aus Sicht der SPÖ sowohl Events und Wirtschaft, als auch Bildung, Wohnen und Gastronomie Platz finden. „Nur durch ein ausgewogenes Zusammenspiel dieser Komponenten kann es gelingen, dem neuen Stadtteil wirkliches Leben einzuhauchen und so ein Projekt umzusetzen, das einen maßgeblichen Anteil an einer positiven Zukunft unserer Stadt hat“, ist Riegler überzeugt.

VP-Vizebürgermeister Brandstetter: „Führe laufend Gespräche mit allen Franktionen“

VP-Vizebürgermeister Markus Brandstetter: „Im Rahmen der Stadterneuerung wurde im Mai diesen Jahres einstimmig ein Leitbild durch den Gemeinderat beschlossen, das mit Unterstützung von über 1000 Amstettnerinnen und Amstettnern im SAM Prozess erarbeitet wurde. Zwischen allen Fraktionen wurden diese im Leitbild befindlichen Ziele, wie klimafittes Bauen und Wohnen, nachhaltige Mobilität und die Sicherung von Grünräumen als Naherholungsgebiete als Basis für die Städtebaulichen Verträge im Gemeindegebiet fixiert. Ich führe laufend Gespräche mit allen Fraktionen und erwarte mir von SP-Vizebürgermeiser Gerhard Riegler, in solch sensiblen Fragen das gemeinsame Gespräch zu suchen.

„Gutes Fundament für zukünftige Stadtentwicklung“

Brandstetter weiter: „Wir haben mit dem Leitbild ein gutes Fundament für die zukünftige Stadtentwicklung gelegt und können nun mit möglichen Investoren gemeinsam an guten Projekten arbeiten, die diesem Leitbild und unseren Zielen entsprechen“.


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