Hochwasserschutz Haabergbach in Amstetten eröffnet
AMSTETTEN. Der Haabergbach verursachte in der Vergangenheit bei Starkregenereignissen immer wieder erhebliche Überflutungen im Stadtgebiet von Amstetten. Mit dem neuen Hochwasserschutz soll das Geschichte sein.

Das Besondere in den Bereichen zwischen „Schwarzer Weg“ und Koloniegasse ist, dass die Ybbs, die Url, der Mühlbach und der Haabergbach bei starken Regenfällen in einem Wechselspiel zueinanderstehen und es in der Folge vor allem beim Haabergbach zu Überlastungen gekommen ist.
Entlastungsgerinne
Das Hochwasserschutzprojekt soll daher den Hochwasserabfluss des Haabergbachs durch ein Entlastungsgerinne und durch die Regelung über Absperrbauwerke am Amstettner Mühlbach direkt in die Ybbs ausleiten. Durch den Bau einer 142 Meter langen Entlastungsrinne zwischen Haabergbach und Mühlbach entstand ein steuerbares „Dreieck“, das bis zu einem hundertjährigen Hochwasserereignis (HQ 100) eine besiedelte Fläche von 33 Hektar schützt. Je nach Lastfall HQ 100 am Haabergbach oder an der Ybbs können die Schützen geschlossen, geöffnet oder eine kontrollierte Wassermenge abgegeben werden.
Invest: 2.100.000 Euro
Wegen der kurzzeitigen Hochwasserereignisse am Haabergbach sind alle Schützenverschlüsse automatisch gesteuert und in das Hochwasseralarmsystem der Stadtgemeinde integriert. Durch die Hochwasserschutzmaßnahme werden 191 Bewohner und 84 Objekte vor einem 100-jährigen Hochwasser geschützt. Baubeginn war im Herbst 2019. Insgesamt wurden 2.100.000 Euro investiert.
„Effektiver Hochwasserschutz“
„Mit der Fertigstellung des Hochwasserschutzprojekts am Haabergbach konnten wir bereits unser 13. Hochwasserschutzprojekt umsetzen. „Gerade die starken Regenfälle der letzten Monate haben uns wieder vor Augen geführt, wie wichtig ein effektiver Hochwasserschutz ist“, so Bürgermeister Christian Haberhauer bei seinen Grußworten. „Diese Investition sichert langfristig dieses Siedlungsgebiet vor Hochwasserereignissen“, so der Stadtchef. „Ich möchte mich bei Bund und Land für die Förderung des für die Stadt Amstetten so wichtigen Projekts bedanken“, erklärte Haberhauer, der sich auch bei den Vertretern der Abt. WA3 der NÖ LReg., bei der Fa. Werner consult, dem Leiter des Referats Infrastruktur und Wasserwirtschaft, Ing. Dieter Stadlbauer, sowie den Vertretern der bauausführenden Firmen bedankte. Besonders betonte Haberhauer, dass das Projekt ohne die Unterstützung der Grundeigentümer nicht hätte realisiert werden können und verwies abschließend auf das gute Miteinander aller Beteiligten.


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