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ÖHLING. Anlässliches eines Pressegespräches präsentierte der Tourismusverband Moststraße einen Jahresrück- und -ausblick.

Moststraßen-Obfrau LAbg. Bgm. Michaela Hinterholzer (l.) blickt mit Moststraßen-Geschäftsführerin Maria Ettlinger auf ein arbeitsreiches Jahr zurück. (Foto: mai)

Moststraßen-Obfrau LAbg. Bgm. Michaela Hinterholzer und Moststraßen-Geschäftsführerin Maria Ettlinger können auf ein wahrlich arbeitsreiches Jahr zurückblicken. „Unser Büro hat sich personell sehr verändert. Wir haben viele neue Mitarbeiter. Ich bin stolz darauf, dass wir sehr erfolgreich alle Projekte von Anfang bis Ende selbst managen“, betont Obfrau Hinterholzer.

News vom MostBirnHaus

Ein wichtiges Thema sei das MostBirnHaus in Stift Ardagger, das zu 50 Prozent der Moststraße gehört. „Für den Hauptumsatz ist hier der Shop verantwortlich. Auch der Garten ist sehr beliebt. Seit heuer kann übrigens das Godnhaus für Familienfeiern, Seminare, Klausuren & Co gemietet werden – das ist eine kleine, feine Location“, so Hinterholzer.

„Innovative Geister“

Highlights für die Moststraße seien die fünf Veranstaltungen der Mostviertel Craft-Reihe oder auch die Präsentationen neuer, innovativer Produkte gewesen: „Von den NON-Essigen des Genussbauernhofes Distelberger über den GABA-Getreidereis der Destillerie Farthofer oder die Kürbiskern Spice-Sojasauce von Karin Metz bis hin zum Kartoffelbier ‚Kasper‘ von Michael Datzberger – wir haben wahrlich kreative und innovative Geister entlang der Moststraße“, freut sich Hinterholzer.

Bewusstseinsbildung und Identität

Auch in Sachen Bewusstseinsbildung und Identität sei man 2021 aktiv gewesen. Hierzu zählte etwa die „Mission Most“, die die Moststraße in Kooperation mit der Landjugend in der Landwirtschaftlichen Fachschule Gießhübl durchgeführt hat. „Hier erlernen junge Menschen, wie qualitätsvolle Mosterzeugung funktioniert. Die Teilnehmer waren heuer mit großer Begeisterung bei der Sache“, erklärt Moststraßen-Geschäftsführerin Maria Ettlinger.

Zur Bewusstseinsbildung zählte auch die Naturvermittlung in der Doislau und im Zauchbachtal. Hier wurden Schulprojekte für fünf Gemeinden sowie Streuobstwiesen-Exkursionen organisiert. Für das Frühjahr 2022 ist eine Lehrerfortbildung geplant.

Regionale Sortenvielfalt

Äußerst erfolgreich seien die Sortenbestimmungstage verlaufen. „Wir konnten 350 Abgaben von Obst von Bauern und Privatobstgärten verzeichnen und einige neue (alte) Sorten finden. Zudem wurden Birnenraritäten genetisch analysiert und Mutterbäume kartiert“, berichtet Hinterholzer.

Projekt „Mobile Mostpresse“

Abgesehen von einer Kooperation mit dem Rewe-Konzert, einer Auslands-Exkursion nach Dänemark und der Unterstützung einer Filmdoku über Bischof Michael Memelauer sei auch das Projekt „Mobile Mostpresse“ zu erwähnen: „Vier Gemeinden nahmen an der Aktion teil, die von der Bevölkerung mit großem Interesse angenommen wurde. So wurden in Blindenmarkt 1.200 Liter, in Ferschnitz 640 Liter, in Oed-Öhling 290 Liter und in St. Georgen 1.200 Liter Most vor Ort gepresst“, informiert die Obfrau.

1. Internationale Tag der Streuobstwiese

Auf Initiative der ARGE Streuobst und des Umweltdachverbands in Österreich wurde weiters am letzten Freitag im April der 1. Internationale Tag der Streuobstwiese ausgerufen. „Das passt zum Tag des Mostes – die Bedeutung von Streuobst ist für die Region enorm wichtig“, macht Maria Ettlinger aufmerksam.

Absoluter Rekord

Einen „absoluten Rekord“ habe es bei der Baumpflanzaktion 2021 gegeben. In sechs verschiedenen Leader-Regionen seien über 3.200 Bäume an 370 Baumbesteller übergeben worden. „In den vergangenen zehn Jahren wurden durch diese Aktion 20.000 Bäume gesetzt“, resümiert Hinterholzer. Die Baumpflanzaktion 2022 findet von 15. Juli bis 3. Oktober statt. Besonders beliebt seien auch die Schnitt- und Veredelungskurse gewesen, die sich sowohl an Landwirte als auch an Privatpersonen richten. Für 2022 seien bereits 18 Winterbaumschnittkurse, ein Sommerbaumschnittkurs sowie vier Veredelungskurse terminisiert.

News vom Ybbstalradweg

Eines der Hauptprojekte 2022 wird laut Moststraßen-Obfrau Hinterholzer der Ybbstalradweg sein: „Wir haben hier zehn Millionen Euro investiert und der Ybbstalradweg hat sich zu einem tollen Radweg herausgemausert. Die Strecke zwischen Ybbs und Waidhofen hat aber Verbesserungspotenzial. Es gibt etwa noch gefährliche neuralgische Punkte, die wir entschärfen müssen“. Geplant sei eine Adaptierung der Strecke: Von Ybbs über Wolfpassing, Steinakirchen, Blindenmarkt, St. Georgen, Amstetten, Kematen und Sonntagberg nach Waidhofen. Zudem werde die Beschilderung erneuert und es sollen Rastplätze entstehen. „Wir bemühen uns mit dem Projekt ‚Flussradeln Ybbs-Erlauf‘ um die Bewerbung als Hauptradroute und haben dies bereits bei der NÖ Landes-Wirtschaftsagentur Eco Plus eingereicht“, informiert die Obfrau.

Parallel oder anschließend an das Routenoptimierungsprojekt soll der Ybbstalradweg in seiner gesamten Länge von Ybbs an der Donau bis Lunz am See als attraktiver, qualitativ hochwertiger Radweg positioniert und kommuniziert werden.

Förderung & Strategie

Für die Leader-Periode 2014 – 2022 habe man 4,5 Millionen Euro Budget erhalten. „Wir gehen davon aus, dass wir auch für die nächste Periode eine Fördersumme in dieser Höhe bekommen werden. Wir werden auch zukünftig nicht von den bisher bewährten Haupt-Themen – ‚Wirtschaftliche Kooperationen‘, ‚Tourismus und Freizeitwirtschaft‘ sowie ‚Kulturlandschaft‘ – abweichen. Neu hinzu kommen werden die Querschnittsthemen ‚Gesundheit‘ und ‚Digitalisierung‘“, gibt Hinterholzer Einblicke in die Strategie des Tourismusverbandes Moststraße.

  • 31 Gemeinden
  • 7 Hotels
  • 28 Wirte
  • 19 Heurige
  • 33 Ab-Hof-Betriebe
  • 13 Ausflugsziele
  • 13 Sehenswürdigkeiten
  • 7 Kooperationspartner
  • 10 Urlaub am Bauernhof-Betriebe
Moststraßen-Mitglieder 2021
Weitere Informationen: www.moststrasse.mostviertel.at

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