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Tips-Interview: Vom Mostviertel in die weite Welt

Michaela Aichinger, 11.04.2022 19:57

ST. GEORGEN/DUBAI. Michael Ripfl ist als Manager für den umdasch-Konzern rund um den Globus im Einsatz. Tips hat den Mostviertler online in Dubai erreicht und mit ihm über seinen Arbeitsalltag gesprochen.

Michael Ripfl im Tips-Portrait (Foto: umdasch)
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Tips: Herr Ripfl, Sie sind als General Manager Global Brand & Travel Retail für den umdasch-Konzern im Mittleren Osten – derzeit in Dubai – tätig. Was genau darf man sich unter Ihrer Funktion und unter Ihrer Arbeit vorstellen?

Michael Ripfl: Meine Aufgabe besteht darin, Kunden aus den verschiedenen Markenwelten (Uhren, Schmuck, Parfüm und Kosmetik oder Tabak) sowie im Duty Free-Bereich zu finden und Kontakte aufzubauen. Als kompetenter Ansprechpartner in Sachen Realisierung biete ich die Qualität, Termintreue und Abwicklungskompetenz von umdasch The Store Makers an. Wir sorgen beispielsweise für die Einrichtung von Duty Free-Shops in Flughäfen.

Tips: Haben Sie sich schon immer vorstellen können, beruflich viel zu reisen?

Ripfl: Es hat mich schon beim Vorstellungsgespräch in Amstetten gepackt. Ich habe am 1. Juli 1985 bei umdasch begonnen – zuerst als Monteur, Techniker, Projektleiter und später als Vertriebsleiter. Ich habe in England und Saudi Arabien gelebt, nun in Dubai, den Vereinigten Arabischen Emiraten. Aber beruflich war ich auf allen Kontinenten unterwegs, wie Australien, in den USA, China, Japan oder Russland: Es gibt sehr wenige weiße Flecken auf der Weltkarte.

Tips: Wie viel Zeit im Jahr verbringen Sie im Mostviertel, wie viel im Ausland?

Ripfl: Ich bin in Orth an der Donau, im Marchfeld, aufgewachsen und im Zuge meiner Tätigkeit bei umdasch in das Mostviertel übersiedelt. Und ich liebe die Gegend, die Hügel, die Mostheurigen, die Donau und die Jahreszeiten. Trotzdem verbringe ich den Großteil meines Lebens derzeit in Dubai. Ich freue mich aber immer wieder, in die Heimat zurückzukehren! Ich bin ja vom Mostviertel nicht komplett abgenabelt. Binnen fünf bis sechs Stunden kann ich zu Hause sein. Ich habe also schon noch sehr viel Bezug zu Österreich. Meine Familie lebt im Mostviertel – meine Frau pendelt zwischen Dubai und Amstetten, damit wir uns öfter sehen können.

Tips: Wie schwierig ist es, sich auf neue Kulturen einzustellen? Was schätzen Sie am Leben in Dubai?

Ripfl: Für mich ist es überhaupt nicht schwierig – ich fürchte jedoch, dass es für viele Kulturen nicht so einfach ist, unsere Eigenschaften wie Präzision, Termintreue oder Konsequenz zu verstehen. An Dubai schätze ich, dass es die Zukunft lebt: Ohne lange und komplizierte Genehmigungsprozesse werden hier innovative Projekte innerhalb kürzester Zeit realisiert. Die Regierung hat Interesse, Zukunftskonzepte rasch umzusetzen. Diese Stadt ist multikulti: Menschen aus Indien, Pakistan, den Philippinen, Libanon, Ägypten und vielen anderen Nationen leben hier friedlich zusammen. Und das macht das Leben spannend. Außerdem sind die kulinarischen Genüsse authentisch und faszinierend!

Tips: Die EXPO2020 in Dubai ist kürzlich zu Ende gegangen – umdasch The Store Makers war Partner. Was waren Highlights für Sie?

Ripfl: Als Partner für die Schau in Middle East war umdasch mit der Umsetzung der zwölf offiziellen Merchandising-Stores (Verkaufsläden) mit einer Gesamtfläche von über 3.000 Quadratmetern beauftragt worden. Außerdem zeichneten wir für die Ausstattung der US-amerikanischen und der aus-tralischen Pavillons verantwortlich. Die Hauptthemen waren Nachhaltigkeit, Mobilität und Zukunfts-Möglichkeiten. Als meine Frau und ich die EXPO2020 betreten haben, war das ein totales Hochgefühl. An einem Ort sind sämtliche Länder der Welt vertreten. Beim Betreten der Pavillons wird man in die verschiedensten Kontinente versetzt – das war sehr bewegend.

Tips: Nun nochmal von der weiten Welt zurück ins Mostviertel. Was vermissen Sie an Ihrer Heimat besonders?

Ripfl: Die Jahreszeiten, meine Familie und Freunde – und natürlich den Grünen Veltliner!

Michael Ripfl im Word-Rap
Ein Projektabschluss bedeutet für mich: ein Gefühl wie nach einem absolvierten Triathlon am Ausee in Blindenmarkt. Absolute Ausschüttung von Endorphinen. Und am nächsten Tag geht die Arbeit am Projekt voll los!
Wenn ich einmal nicht arbeite, dann: fahre ich mit dem Rad, gehe gut essen und treffe mich mit Freunden – zu Hause in St. Georgen am Ybbsfelde und auch im Ausland!
Reisen ist für mich: „Der Weg ist das Ziel“
Worauf ich nie verzichten möchte: auf Familie und Freunde
Dieses Land fehlt noch auf meiner To-do-Liste: Neuseeland (Matamata), Süd-Amerika
Wen ich gerne treffen würde: Sir Richard Branson
Mein Lebensmotto: „Respekt ist, wie jeder behandelt wird, nicht nur die, die man beeindrucken möchte.“ (Sir Richard Branson)

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