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AMSTETTEN. In Erinnerung an das KZ-Außenlager Amstetten und zum Gedenken an die zivilen Opfer der Stadt lud die Stadtgemeinde zu einer Kranzniederlegung beim Bildstock in Eisenreichdornach.

(vlnr.): Pfarrer Hans P. Schwarzl, Landtagsabgeordnete Bürgermeisterin Michaela Hinterholzer, Landtagsabgeordneter a.D. Helmut Edelmayer (Mauthausen Komitee Österreich), Bürgermeister Christian Haberhauer, Vizebürgermeister Gerhard Riegler, Ortsvorsteher Andreas Gruber, Stadtrat Stefan Jandl, Gemeinderätin Martina Wadl, Gemeinderätin Regina Öllinger, Gemeinderat Franz Dangl, Stadtamtsdirektorin-STV Kerstin Kronsteiner, Stadtarchivar Thomas Buchner mit Anrainern bei der Gedenkfeier am Bildstöckl in Eisenreichdornach (Foto: Stadtgemeinde Amstetten)

Am 20. März 1945 kamen im Wald in Eisenreichdornach mindestens 34 weibliche Häftlinge des KZ-Außenlagers Amstetten bei einem alliierten Bombenangriff ums Leben. Auch in den Wochen danach erlag eine noch unbekannte Anzahl an Frauen ihren Verletzungen.

„Erinnerung hochhalten“

„Seit mehr als 40 Jahren gedenken wir hier beim Bildstöckl in Eisenreichdornach der Opfer des NS-Regimes und jener Menschen, die wenige Wochen vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs hier den Tod fanden. Wegen der unfassbaren Geschehnisse in der Ukraine kommt unserer traditionellen Gedenkfeier noch mehr Aktualität zu“, so VP-Bürgermeister Christian Haberhauer bei seinen Eröffnungsworten, in denen er den Wert des gesellschaftlichen Zusammenhalts betont. „Wir müssen die Erinnerung hochhalten im Gedenken an die Opfer“, so Haberhauer, der weiter fordert: „Stehen wir gemeinsam für Frieden und Zusammenhalt ein.“

Kranzniederlegung und stille Andacht

Bei der Kranzniederlegung waren auch dieses Jahr wieder Bürger, lokale Politiker und Vertreter der Amstettner Stadtverwaltung anwesend. Pater Hans Schwarzl leitete das Gebet im Gedenken an die Opfer. Nach einem Moment der Andacht verwies Landtagsabgeordnete Bürgermeisterin Michaela Hinterholzer (ÖVP) auf die Bedeutung, die den Gedenkfeiern zukommt. „Es ist die Aufgabe der Politik, Konflikte zu lösen und zwar durch Gespräche und Dialog“, so die Landtagsabgeordnete, die große Solidarität für ukrainische Flüchtlinge in der Bevölkerung ortet. „Ein herzliches Danke dafür. Aber auch gerade deswegen ist es so wichtig, das Gedenken an die schreckliche Zeit des Nationalsozialismus fortzuführen“

„Gegen Hass und Intoleranz“

Landtagsabgeordneter a. D. Helmut Edelmayr (SPÖ) gab Einblicke in seine Tätigkeit als Mitglied des Mauthausen Komitees Österreich und verwies auf den Mauthausen-Schwur, in dem unmittelbar nach der Befreiung des KZ Mauthausen 1945 die überlebenden Häftlinge Freiheit und Gerechtigkeit als Grundlage des Friedens hervorhoben. „Gerade daher ist es wichtiger denn je, dass wir gegen Hass und Intoleranz eintreten“.


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