Junge Generation untersuchte Barrierefreiheit
AMSTETTEN. Die Junge Generation Amstetten organisierte am Hauptplatz eine Sensibilisierungs-Veranstaltung zum Thema Barrierefreiheit. Interessierte Besucher konnten im Selbstversuch erleben, wie schwierig scheinbar einfache Wege für Rollstuhlfahrer zu absolvieren sind.

Die Junge Generation Amstetten, die Jugendorganisation der SPÖ, organisierte am Hauptplatz eine Sensibilisierungs-Veranstaltung zum Thema Barrierefreiheit. Mit Unterstützung der Rollstuhlsport Union Euratsfeld und der Firma „bständig“, die Rollstühle zur Verfügung stellte, konnten interessierte Besucher im Selbstversuch erleben, wie schwierig scheinbar einfache Wege für Rollstuhlfahrer zu absolvieren sind.
„Die Führungen im Rollstuhl, die vom Team der Rollstuhlsport Union Euratsfeld geleitet wurden, haben gezeigt, dass es in Amstetten große Probleme in Sachen Barrierefreiheit gibt. Wir haben erlebt, dass schon kleine Hindernisse das Fortkommen im Rollstuhl anstrengend oder sogar gefährlich machen. Gerade angesichts der Neugestaltung des Hauptplatzes und von Teilen der Innenstadt ist es uns daher wichtig, für dieses Thema Bewusstsein zu schaffen“, schildert Organisatorin Annika Blutsch (SPÖ).
Vizebürgermeister Gerhard Riegler (SPÖ), der selbst an der Rollstuhl-Tour durch die Innenstadt teilnahm, ergänzt: „Es war eine wirklich spannende Erfahrung, alltägliche Wege aus der Perspektive eines Rollstuhlfahrers zu erleben. Ein herzliches Dankeschön gilt dafür dem Team der JG und allen, die diese Erfahrung möglich gemacht haben. Als Politiker müssen wir den Anspruch haben, allen Menschen in Amstetten ein gutes, selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Dazu zählt auch, alltägliche Wege auch für Menschen im Rollstuhl gefahrenfrei absolvierbar zu machen.“
Einen ersten Schritt in Richtung Barrierefreiheit habe die JG bereits mit dem Projekt „Rollstuhlrampen aus Lego“ gesetzt, erinnert Riegler. „Diese Lego-Rampen konnten wir bei unserer Rollstuhl-Tour ebenfalls testen. Sie erleichtern das Besuchen von Geschäften für Rollstuhlfahrer deutlich. Bei der Umgestaltung des Hauptplatzes und der Innenstadt werden wir gemeinsam mit der JG darauf achten, dass Barrierefreiheit in den Planungen berücksichtigt wird und wir so nach den Lego-Rampen den nächsten Schritt gehen können“, so Riegler.


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