Ardagger gestaltet Marktstraße und Marktplatz nach ökologischen Kriterien
ARDAGGER. Mit der Neugestaltung des Marktplatzes und der Marktstraße möchte die Gemeinde ein „aktives Zeichen gegen den Klimawandel direkt vor der eigenen Haustüre“ setzen. Dafür wurde ihr vom Land NÖ eine „Natur im Garten“-Förderung gewährt.

„Wir haben in Ardagger die Marktstraße neugestaltet und im Zuge der Planungen betonierte Flächen entsiegelt. Neue, klimaresistente Bäume sowie Sträucher und Mauerbegrünungen wurden gepflanzt. Die Neupflanzungen nach ökologischen Kriterien erfolgten im Zuge von Straßenneugestaltunge“, erklärt Bürgermeister Johannes Pressl (ÖVP).
„Natur im Garten“-Gemeinde
Als „Natur im Garten“-Gemeinde bekennt sich die Marktgemeinde Ardagger bei der öffentlichen Grünraumpflege zu den Kriterien des Verzichts auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel und Dünger sowie Torf. Das Land Niederösterreich gewährt für Investitionen, die die nachhaltige Gestaltung und Pflege von öffentlichem Grünraum für die Bevölkerung ermöglichen, eine spezielle „Natur im Garten“ Förderung.
Landesförderung
„Für das Projekt ‚Neugestaltung Marktstraße-Marktplatz‘ wurde eine Landesförderung eingeholt, die als Beitrag für Arten-, Klima- und Umweltschutz zu verstehen ist“, informiert Abteilungsleiter Peter Obricht, Amt der NÖ-Landesregierung, über die laufenden naturnahen Umgestaltungen und meint weiter: „Die Themen Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein haben im Bezirk Amstetten und in der Marktgemeinde Ardagger einen besonders hohen Stellenwert. Wenn Grünräume in Niederösterreich naturnah und zum Schutz von Nützlingen gestaltet und gepflegt werden, wird unser Bundesland der Verantwortung und Vorbildrolle unseren Bürgern gegenüber gerecht“.
473 Städte und Gemeinden
Aktuell verzichten 473 Städte und Gemeinden in Niederösterreich bei der Pflege der öffentlichen Grünräume auf den Einsatz von chemisch-synthetischen Düngemitteln und Pestiziden sowie auf Torf. Neun von zehn Niederösterreichern wünschen sich naturnah gepflegte öffentliche Grünräume. Diese Grünflächen sind für Bewohner ein wichtiger Ort zum Verweilen und Aktivsein.
Hintergrund
Chemisch-synthetische Pestizide werden bei der ökologischen Pflege durch biologische Mittel beziehungsweise durch den Einsatz mechanischer oder thermischer Verfahren, wie Heißwasser, Flämmen oder Heißschaum, ersetzt. Gemeinden verzichten auf chemisch-synthetische Düngemittel und arbeiten mit organischen Düngern und Pflanzenstärkung, was den Aufbau und die Erhaltung eines gesunden Bodens gewährleistet: Pflanzenvielfalt, dauerhafte Bepflanzungen mit Stauden und Gehölzen, Bodenpflege und die Schaffung natürlicher Nischen können Pflegearbeiten wie Bewässerung, Unkraut jäten oder auch Pflanzenschutzmaßnahmen minimieren. Die „Natur im Garten“-Gemeinden zeigen so, wie sich ansprechende Grünflächengestaltung mit Ökologie und Naturnähe verbinden lässt. Laufende Beratungen und Webinare von „Natur im Garten“-Experten unterstützen die Mitarbeiter in den Gemeinden bei der täglichen Arbeit auf den Grünflächen.


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