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NÖ. Die Zahl der Lehranfänger ist in Niederösterreich im Jänner 2023 gestiegen. Mit Stand Ende Jänner haben 5.637 (Jänner 2022: 5.310) junge Menschen in den niederösterreichischen Lehrbetrieben eine Lehre begonnen, das ist ein Anstieg um 327 Lehranfänger oder um 6,16 Prozent.

WKNÖ-Präsident Wolfgang Ecker (Foto: Rita Newman)
WKNÖ-Präsident Wolfgang Ecker (Foto: Rita Newman)

„In Zeiten des akuten Mitarbeitermangels, wo jede zehnte Stelle von unseren Betrieben nicht besetzt werden kann, ist das eine gute Nachricht“, freut sich Wolfgang Ecker, Präsident der Wirtschaftskammer Niederösterreich.

Beliebte Lehre

Die meisten neuen Lehrverträge gibt es in der Sparte Gewerbe & Handwerk mit 2.519 neuen Lehrlingen, gefolgt vom Handel mit 930 Lehranfängern und von der Sparte Industrie mit 741 jungen Menschen, die eine Lehre begonnen haben.

Auch die Zahl der Lehrbetriebe ist gestiegen: Im Jänner 2023 bildeten 4.500 Betriebe Lehrlinge aus, um 92 Betriebe mehr als noch im Jänner 2022.

Ausbildung von Lehrlingen gegen Mitarbeitermangel

„Um dem Mitarbeitermangel erfolgreich entgegenwirken zu können, braucht es viele unterschiedliche Ansätze der Betriebe. Die Ausbildung von Lehrlingen ist einer davon, der auch für Unternehmen von Vorteil ist. Damit stellen sie sicher, dass sie genau jene Mitarbeiter bekommen, welche sie auch benötigen“, erklärt Ecker.

Zahlreiche Maßnahmen gegen Mitarbeitermangel notwendig

„Die Lehre ist ein wichtiger Baustein, um den Mitarbeitermangel erfolgreich entgegen wirken zu können. Daher werden wir auch zukünftig das positive Image der Lehrausbildung weiter verstärken“, erklärt Wolfgang Ecker.

Zusätzlich brauche es weitere Maßnahmen. Ecker: „Daher investieren schon jetzt viele Betriebe viel, um Mitarbeiter zu finden und langfristig zu binden“. Die Möglichkeiten von Branche zu Branche und von Betrieb zu Betrieb seien sehr unterschiedlich.

4-Tage-Woche & Co.

„So mag die 4-Tage-Woche für ein Unternehmen und seine Mitarbeiter eine gute Lösung sein. Für einen Betrieb, der Lehrlinge ausbildet, würde eine 4-Tage-Woche aber wieder viele neue Hindernisse mit sich bringen. Andere Unternehmen setzen auf neue Urlaubsmodelle, flexible Arbeitsorganisationen oder Angebote für die Freizeit“, erklärt WKNÖ-Präsident Ecker und stellt klar: „Patentrezept gibt es keines. Den optimalen Weg muss jeder Betrieb für sich selbst finden und gehen. Neue Gesetze braucht es jedoch nicht.“

Weitere Infos auf www.lehre-respekt.at


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