Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

AMSTETTEN. ÖVP-Landesgeschäftsführer und Landtagsabgeordneter Bernhard Ebner und ÖVP-Landtagsabgeordneter Bürgermeister Anton Kasser präsentierten das Programm der neuen Landesregierung ÖVP/FPÖ und die Auswirkungen auf den Bezirk Amstetten. Der Verlust des Landtagsmandats von Michaela Hinterholzer ist dabei die einschneidendste Veränderung für den Bezirk.

Die beiden ÖVP-Mandatare für den Bezirk Amstetten: Bernhard Ebner (l.) und Anton Kasser (Foto: Karin Novak)

„Der Wähler hat entschieden, wer in der Landesregierung sitzt“, schickte Ebner voraus. „Und so verteilen sich seit 29. Jänner die neun Landesregierungssitze auf vier für die ÖVP, drei für die FPÖ und zwei für die SPÖ. Als zweitstärkste Partei war durch den Wählerwillen ebenfalls festgelegt, dass die FPÖ einen Landeshauptfrau-Stellvertreter stellen wird. Allerdings haben wir die Erstgespräche für eine Koalition mit der SPÖ gesucht, und zwar mit Sven Hergovich, dem Nachfolger von Franz Schnabel. Die Verhandlungen sind aus vielerlei Gründen gescheitert, aber vor allem an den fünf Forderungen der SPÖ, die allein für die kommenden fünf Jahre das Budget zusätzlich um acht Milliarden Euro belastet hätten. Das hätten wir finanziell nicht stemmen können. Darum zolle ich ganz besonders Johanna Mikl-Leitner dafür Respekt, dass sie über ihren Schatten gesprungen ist und in Verhandlungen mit der FPÖ getreten ist.“

10 von 14 FPÖ-Mandataren neu

Bei den Verhandlungen mit der FPÖ stellte sich rasch heraus, dass viele Projekte und Standpunkte im Sinne der ÖVP umgesetzt werden können, zum Beispiel der Pflegescheck, der schon auf dem Weg ist. Den Tausender erhalten nicht die zu pflegenden Angehörigen, sondern der Betroffene ab Pflegestufe 3, um sich Hilfe im Bedarfsfall zukaufen zu können. Auch in vielen weiteren Bereichen konnte eine tragfähige Basis für das Arbeitsübereinkommen gefunden werden. Die Wahl zur Landeshauptfrau, an der sich die FPÖ bei der konstituierenden Landtagssitzung nicht beteiligte, war allerdings nicht verhandelbar. Als größere Herausforderung sieht Ebner die Wahl der Landtagsabgeordneten: Zehn von 14 FPÖ-Mandataren sind völlig neu in ihrer Funktion und müssen in ihre Aufgaben erst hineinwachsen. „Wie das Tagesgeschäft laufen wird, das wird sich erst zeigen. „

Wenig Auswirkung auf Bezirk Amstetten

Anton Kasser bedankte sich bei Ebner für die Bereitschaft, künftig im Bezirk spürbarer vertreten zu sein, insbesondere für den Teilbezirk St. Georgen/Ybbsfeld, und fügte hinzu: „Auch wenn Niederösterreich neu geschrieben wird, für den Bezirk Amstetten sind die Auswirkungen relativ gering. Es wird trotz der neuen Situation nicht gerüttelt an der Photovoltaik für alle Dächer, der Landesausstellung in Mauer, dem Neubau des Pflegeheims in Waidhofen, dem Ausbau der Radwege und auch das Projekt Brücke Mauthausen wird weitergeführt.“ Unverständnis zeigte Kasser über die Arroganz der SPÖ und das atmosphärisch unangenehme Verhandlungsklima: „Eine verpflichtende Ganztagesschule kommt für uns nicht infrage, was wir brauchen ist die Wahlfreiheit der Eltern, sprich die Kinderbetreuungsoffensive wird in Zusammenarbeit mit den Gemeinden weiter ausgebaut. Darüber hinaus wollen wir gemeinsam mit der FPÖ Niederösterreich als Land der Meister etablieren, um so dem Facharbeitermangel entgegenzuwirken. Der Master auf der Uni ist ja auch kostenlos und das soll auch auf die Meisterausbildung umgelegt werden.“

Übereinkunft, sich nicht zu überstimmen

Unter dem Titel „Reden und verhandeln, gemeinsam Lösungen finden“ will man auch künftige Themen bewältigen. Es gibt auch eine klare Übereinkunft für den Landtag, was Landesthemen betrifft, sich nicht zu überstimmen oder sich andere Mehrheiten zu suchen.

ÖVP-Regierungsmitglieder

Johanna Mikl-Leitner

Stefan Pernkopf

Christiane Teschl-Hofmeister

Ludwig Schleritzko

FPÖ-Regierungsmitglieder

Udo Landbauer

Christoph Luisser

Susanne Rosenkranz

SPÖ-Regierungsmitglieder

Ulrike Königsberger-Ludwig

Sven Hergovich


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden


Weitere Beiträge

Kultur, Kulinarik und Kurzurlaub: So vielfältig ist der Winter in Niederösterreich

Kultur, Kulinarik und Kurzurlaub: So vielfältig ist der Winter in Niederösterreich

NÖ. Die Städtekampagne der Niederösterreich Werbung zeigt, wie vielfältig Winterurlaub in Baden, Krems, Retz und Co. sein kann.

Tips - total regionalMichaela Aichinger
Sicheres Silvester: Pyrotechnik-Experten warnen vor illegalem Feuerwerk

Sicheres Silvester: Pyrotechnik-Experten warnen vor illegalem Feuerwerk

NÖ. Produzenten und Händler warnen: Illegale Produkte und Unwissenheit führen zu Unfällen – und schaden damit auch verantwortungsvoll arbeitenden ...

Tips - total regionalMichaela Aichinger
Stadt Amstetten lädt zum Neujahrstreffen mit Sternwanderung

Stadt Amstetten lädt zum Neujahrstreffen mit Sternwanderung

AMSTETTEN. Mit einem Neujahrstreffen im Festsaal des Landesklinikums Mauer stimmt sich die Stadt Amstetten am Sonntag, dem 11. Jänner 2026, ...

Tips - total regionalMichaela Aichinger
Wunschbaum-Aktion bringt Kindern aus dem Kidsnest Amstetten Weihnachtsfreude

Wunschbaum-Aktion bringt Kindern aus dem Kidsnest Amstetten Weihnachtsfreude

AMSTETTEN. Wenn kleine Weihnachtswünsche groß werden, ist in Amstetten wieder Wunschbaumzeit. Bereits unzählige Wünsche konnten mit dem Wunschbaum ...

Tips - total regionalMichaela Aichinger
Amstetten auf dem Weg zur klimaneutralen Stadt bis 2040

Amstetten auf dem Weg zur klimaneutralen Stadt bis 2040

AMSTETTEN. Amstetten nimmt an der Forschungsinitiative „klimaneutrale Stadt“ teil und arbeitet daran, die lokalen Klimamaßnahmen in die ...

Tips - total regionalMichaela Aichinger
Wirtschaftskammer NÖ startet Onlineportal für Bürokratieabbau 

Wirtschaftskammer NÖ startet Onlineportal für Bürokratieabbau 

SANKT PÖLTEN. Die Wirtschaftskammer Niederösterreich (WKNÖ) fordert „konsequenten Bürokratieabbau“ und startet ein Onlineportal zur Meldung ...

Tips - total regionalMichaela Aichinger
Weitere Beiträge