Resolution zu den geplanten Einsparungen im AMS-Förderbudget
BEZIRK AMSTETTEN. Das erfolgreiche und nachhaltige AMS-Projekt „Verein J.O.B.“ in Waidhofen an der Ybbs, das vom Land Niederösterreich und der Stadt Waidhofen/Ybbs unterstützt wird, steht vor dem Aus. Das teilte das Arbeitsmarktservice (AMS) mit. Dieser gemeinnützige Verein unterstützt seit Jahren arbeitslose Menschen in Waidhofen und dem Ybbstal beim (Wieder-)Einstieg in das Berufsleben.

Das Konzept von J.O.B. basiert auf einem Zwei-Säulen-Modell. Eine J.O.B–Säule bildet die Beschäftigung in Bereichen wie Elektro-Altgeräte-Zerlegung, Mithilfe im Wertstoffsammelzentrum der Stadt Waidhofen/Ybbs, Pflege des regionalen Grün- und Erholungsraumes beziehungsweise des J.O.B–Gartens oder Tätigkeiten im Magistratsbereich. Die andere J.O.B–Säule bildet die Auseinandersetzung mit der eigenen Person. Die Projektteilnehmer können ankommen und Fuß fassen, sie erhalten Struktur, innerhalb derer sie Perspektiven entwickeln und sich Ziele setzen können.
Resolution verabschiedet
Bei der jüngsten Bezirksvorstandssitzung der SPÖ Amstetten wurde einstimmig eine Resolution verabschiedet, die sich für den Fortbestand von AMS-Projekten, wie dem J.O.B. in Waidhofen/Ybbs, einsetzt. In der Resolution werden Bundesminister für Arbeit Martin Kocher, die NÖ Landesrätin für Arbeit Susanne Rosenkranz (FPÖ) und die Geschäftsführerin des AMS NÖ Sandra Kern aufgefordert, sich dafür einzusetzen, dass diese für die Menschen und die Region wichtigen Projekte weiterhin bestehen bleiben und deren Finanzierung langfristig gesichert werden. Diese Aufforderung gilt nicht nur für das Projekt J.O.B. in Waidhofen, sondern auch für weitere bestehende, erfolgreiche Programme, die sich der Arbeitslosigkeit, insbesondere von Frauen und Langzeitarbeitslosen, widmen.
Geringer Bedarf aufgrund der erfolgreichen Programme
Insgesamt sind Kürzungen der Förderungen in der Höhe von 200 Millionen Euro geplant. „Begründet wurden die Kürzungen mit dem geringen Bedarf im Mostviertel. Dass der Bedarf deshalb so gering sein könnte, weil die Programme so erfolgreich sind, wurde bei den Kürzungen wohl nicht berücksichtigt. Kommt es zu den geplanten Einsparungen, nimmt man vielen Menschen eine große Chance am Arbeitsmarkt teilzunehmen. Damit trifft man auch deren Angehörige und Familien“, ist SPÖ-Bezirksvorsitzende LR Ulrike Königsberger-Ludwig besorgt.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden