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AMSTETTEN. Wie der Österreichische Verband Creditreform (ÖVC) berichtet, ist die GIS Recycling GmbH aus Amstetten insolvent. Betroffen sind circa zwölf Gläubiger und zwei Dienstnehmer. Die Passiva belaufen sich auf 2,28 Millionen Euro.

GIS Recycling GmbH ist insolvent (Foto: Coloures-Pic/stock.adobe.com)
GIS Recycling GmbH ist insolvent (Foto: Coloures-Pic/stock.adobe.com)

„Über das Vermögen der Firma GIS Recycling GmbH wurde am Landesgericht St. Pölten aufgrund eines Eigenantrages das Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung eröffnet“, berichtet Iris Scharitzer vom Österreichischen Verband Creditreform.

Das Unternehmen wurde 2021 gegründet und betreibt den Anlagenbau in der Müllaufbereitung. Es entwickelte im Speziellen Anlagen zur Biogasgewinnung aus organischen Reststoffen.

Aufwand für Entwicklung und Konstruktion der Anlagen - Preissteigerungen

Die Insolvenz resultiere laut ÖVC unter anderem aus dem „beträchtlichen finanziellen Aufwand für die Entwicklung und Konstruktion von Anlagen zur Biogasgewinnung, dessen Deckung durch den Verkauf nicht realisiert werden konnte“.

Zugleich konnten die Preissteigerungen aufgrund globaler Ereignisse nicht an Kunden weitergegeben werden.

Darüber hinaus führten „unklare Vertragsbedingungen und Kosten für Mängelbeseitigung in erheblichen Mehrkosten und Zahlungsverzögerungen“, wie es in einer ÖVC-Aussendung heißt.

Von der Insolvenz sind zwei Dienstnehmer (Geschäftsführer und gewerberechtlicher Geschäftsführer) und ca. zwölf Gläubiger betroffen. Das freie Aktivvermögen betrage im Liquidationsfall rund 121.141,00 Euro - dem stünden Verbindlichkeiten von circa 2,28 Millionen Euro gegenüber.

Den Gläubigern werde ein Sanierungsplan mit einer Quote von 20 Prozent, zahlbar innerhalb von längstens zwei Jahren ab Annahme des Sanierungsplanvorschlages, angeboten.

Zum Insolvenzverwalter wurde Gerhard Taufner, Rechtsanwalt in 3390 Melk, bestellt. Gläubiger können ihre Forderungen über Creditreform bis zum 28.Mai 2024 anmelden. Die erste Gläubigerversammlung, Berichts- und Prüfungstagsatzung ist am 11. Juni 2024 und der Termin für die Abstimmung über den Sanierungsplan wurde am 2. Juli 2024 anberaumt.


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