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AMSTETTEN. Futterquelle für Schmetterlinge und Insekten: Auf Initiative der Firma M. Swarovski GmbH fand mit Unterstützung von den Bundesforsten, der BHAK/BHAS Waidhofen und der Stadt Amstetten ein Pflegeeinsatz der Trockenrasenflächen in der Forstheide statt.

  1 / 2   Umweltgemeinderätin Michaela Pfaffeneder (Mitte links) mit Abteilungsleiterin Kerstin Kronsteiner, Paul Seisenbacher (SWARCO), Petra Labenbacher (SWARCO), Birgit Köck (SWARCO), Friedrich Wiesinger (SWARCO), Peter Tomazic (Initiator, SWARCO), Johann Ortner (Hobbyentomologe), Marie Eisenstöck (Umweltreferat), Maren Röttger (Bundesforste), Marcus Reiter (Bundesforste), Bettina Aichinger (Lehrerin), Katharina Günther Bed, (Lehrerin), Brigitte Steininger (Lehrerin) und Schüler der 1AK sowie 2AK Waidhofen (Foto: Stadtgemeinde Amstetten)

Das Entfernen von Buschwerk wie Berberitzen- und Haselnusssträucher stellt die Hauptpflegemaßnahme dar. So sollen die wertvollen Trocken- und Magerrasenflächen erhalten bleiben. Sie dienen Schmetterlingen und Insekten als Futterquelle und Brutstätten.

In den vergangenen Jahren konnten Hobbyentomologen über 500 verschiedene Schmetterlings- und Käferarten im Landschaftsschutzgebiet Ybbsfeld-Forstheide feststellen. Dazu zählen unter anderem der Schwalbenschwanz, das Tagpfauenauge, der Zitronenfalter, aber auch der stark gefährdete Gelbringfalter.

Die vor Ort verbleibenden Totholzhaufen bieten Kleinsäugern wie Igeln und Mäusen Unterschlupf. Die ökologische Funktionstüchtigkeit verschiedener Lebensräume kann so sichergestellt werden.

„Durch die Freistellung von Einzelbäumen wie etwa Eichen und Ahorn wird zusätzlich die Verjüngung der Laubgehölze gefördert. Diese Jungbäume werden mit einem Verbissschutzmittel basierend auf Quarzsand versehen. So sorgen wir für einen klimaangepassten Baumartenmix und einen Wald der Zukunft“, weiß Maren Röttger von den Österreichischen Bundesforsten zu berichten.

„Trockenrasenbiotope brauchen entsprechende Pflege“

„Neben den Waldgebieten brauchen auch die offenen Flächen wie Trockenrasenbiotope entsprechende Pflege. Diese besonderen und seltenen Lebensräume entstehen an trockenen und nährstoffarmen Standorten. Auf Magerwiesen entwickeln sich spezielle Pflanzen, die wiederum der Vielfalt an Insekten als Nahrungsquelle dienen. Ich möchte allen Mitwirkenden einen großen Dank für ihr Engagement im Dienste der Umwelt aussprechen“, verdeutlicht Umweltgemeinderätin Michaela Pfaffeneder (ÖVP).

Wald als „natürliches Mosaik an Lebensräumen“

Die Firma M. Swarovski GmbH, Gründungsunternehmen des globalen SWARCO-Konzerns, unterstützt als Unternehmen regionale Projekte auch im naturschutzfachlichen Bereich mit Zeitspenden.

„Ein Wald ist ein natürliches Mosaik an Lebensräumen. Überlässt man den Wald sich selbst, werden diese wichtigen offenen Flächen verbuschen und später verwalden. Der Lebensraum Trockenrasen geht für immer verloren. Mit unserem Einsatz wollen wir dies verhindern und leisten somit der Biodiversität einen wertvollen Dienst“, führt Peter Tomazic, Vice President der Division SWARCO Road Marking Systems, Initiator des Pflegeprojekts und Hobbyinsektenforscher die Beweggründe näher aus.


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