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SANKT PETER/AU. Am Standort des alten Feuerwehrhauses in Sankt Peter/Au soll ein Zentrum für Bildung und Musik entstehen. Der Gemeinderat fasste in der letzten Sitzung einen Grundsatzbeschluss für weitere Realisierungsschritte.

Ziehen gemeinsam an einem Strang und freuen sich über den einstimmigen Grundsatzbeschluss zur Schaffung eines Zentrums für Bildung und Musik (v. l.) Ortsvorsteher Johannes Tanzer (Obmann Schulgemeinde Polytechnische Schule St. Peter/Au), Doris Kögelberger und Direktorin Maria Kimmeswenger (Volksschule St. Peter/Au), GR Andreas Gruber (Obmann Schulgemeinde Mittelschule St. Peter/Au), Tim Graf-Kolvenbach (Leiter Öffentliche Bibliothek), Bürgermeister Johannes Heuras, Reinhard Begicevic (Obmann Musikverein St. Peter/Au), Direktorin Gabriele Maderthaner (Mittelschule St. Peter/Au), Direktor Ewald Huber (Carl Zeller Musikschule) und Robert Wieser (Kapellmeister Musikverein St. Peter/Au). (Foto: Marktgemeinde St. Peter/Au)

Seit etwa einem Jahr wurde intensiv mit lokalen Experten am Masterplan für ein zukunftsweisendes Ortszentrum im Markt gearbeitet. Ziel dabei war, den Bereich zwischen Schulen und den Gemeinde-Gebäuden am Graf-Segur-Platz entsprechend den Herausforderungen der Zukunft neu zu gestalten.

Dafür wurde Norbert Erlach als externer Fachmann beauftragt, diesen Prozess zu begleiten.

Einstimmiger Grundsatzbeschluss

In der Gemeinderatssitzung wurde dazu über alle Fraktionen hinweg einstimmiger Grundsatzbeschluss gefasst. Dabei wurde insbesondere auch über die erste daraus resultierende Baustufe, nämlich der Nachnutzung der Fläche der alten Feuerwehr am Schulareal diskutiert.

„Das Konzept von Erlach schlägt hier die Schaffung eines Ortes für Bildung und Musik vor und beherbergt in Verbindung zu den bestehenden Schulen die Musikschule, den Musikverein sowie die öffentliche Bibliothek“, berichtet Bürgermeister Johannes Heuras (ÖVP). Zudem soll auch der BauernMARKT an dieser Stelle einen besser witterungsgeschützten Standort erhalten und auch ein öffentliches WC im Ortszentrum geschaffen werden.

Diskussionspunkt: Nahversorgung

Vor der Sitzung hatte sich auch der lokale Nahversorger an den Gemeinderat gewandt und den Wunsch zur Errichtung eines größeren Supermarktes in Verbindung zu den Schulen auf der Fläche der Feuerwehr und darüber hinaus deponiert.

Wiewohl bekräftigt wurde, dass die Nahversorgung im Ortszentrum von großem Interesse ist, wurde über alle Fraktionen hinweg der Expansionswunsch auf der Fläche am Schulstandort sehr kritisch gesehen.

Am Freitag lud der Bürgermeister in weiterer Folge die Vertreter der drei Schulen, des Musikvereins der Musikschule, und der Öffentlichen Bibliothek zu einem Gespräch. Auch hier wurde von Seiten der Schulen klar Stellung bezogen.

„Nahversorgung im Ortszentrum ist wichtig und wertvoll. Nicht zuletzt deshalb sind im Konzept auch starke Frequenzbringer wie Bibliothek oder Musikschule zukünftig unmittelbar im Zentrum angesiedelt. Sowohl Gemeinderat als auch Schulverantwortliche haben mir jedoch unmissverständlich mitgeteilt, dass die Realisierung eines Nahversorgers am Schulareal platztechnisch und insbesondere aus Gründen der Verkehrssicherheit nicht wünschenswert ist“, erläutert Bürgermeister Heuras.

Er werde daher weitere Gespräche suchen, inwieweit sich der Nahversorger auch am bestehenden Standort entwickeln kann. Gegebenenfalls gäbe es zudem zukünftig auch im Bereich des neu zu gestaltenden Areals am Segur-Platz Platz neue Möglichkeiten.

Ausschreibung Architektenwettbewerb

„Der Gemeinderat hat mit seinem Grundsatzbeschluss den Auftrag gegeben, die Ausschreibung eines Architektenwettbewerbes für die erste Baustufe zur Errichtung eines Bildungs- und Musikzentrums in Angriff zu nehmen“, führt Bürgermeister Heuras aus.

Entsprechende Angebote zur professionellen Abwicklung sollen bis zur nächsten Sitzung eingeholt werden.

„Ein Architektenwettbewerb bietet eine großartige Gelegenheit, mehrere mögliche Realisierungen zu betrachten und auch architektonisch kreative und lösungsorientierte Ansätze einfließen zu lassen. So wird ein neuer Raum für Bildung und Musik entstehen, der die Menschen inspiriert und einlädt“, blickt Bürgermeister Heuras positiv auf die kommenden Aufgaben und die zukünftige Entwicklung des Ortes.


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