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BEZIRK AMSTETTEN. Die Kleinregionen Donau-Ybbsfeld und Ostarrichi-Mostland haben ein Projekt zur Erhebung von Leerständen und ungenutzten Flächen abgeschlossen.

Tagesaktuelle Darstellung von leerstehenden Gebäuden und ungenutzten Bauflächen in der Software der Gemeinden mit zusammengeführten Karten für die ganze Projektregion (Foto: Dorf- und Stadterneuerung)

Insgesamt 14 Gemeinden rund um Amstetten haben gemeinsam an einer innovativen digitalen Lösung zur Erfassung und Analyse von Leerständen und Baulandüberhängen gearbeitet. Das vom Fonds für Kleinregionen des Landes Niederösterreich geförderte Projekt hat die Basis für eine nachhaltige und datenbasierte Flächenpolitik in der Region geschaffen.

Digitales Tool liefert wertvolle Einblicke

Die von der Firma GISquadrat entwickelte Software ermöglicht den Gemeinden eine tagesaktuelle Darstellung von leerstehenden Gebäuden und ungenutzten Bauflächen. Die Handhabung des Tools hat sich als einfach und praktikabel erwiesen.

Mithilfe verschiedener Filterfunktionen können spezifische Abfragen erstellt und Leerstände leicht identifiziert werden. Damit haben die Gemeinden nicht nur einen genauen Überblick über die Leerstände, sondern auch wertvolle Daten für zukünftige Planungen.

Kartendarstellung

Zum aktuellen Stand ist nun auch eine Kartendarstellung aller Leerstände und Brachflächen für die gesamte Region erarbeitet worden. Diese Visualisierung bietet neben der tagesaktuellen Darstellung auf Gemeindeebene einen klaren Überblick über ungenutzte Potenziale und unterstützt die Region dabei, Maßnahmen für die Wiederbelebung dieser Flächen zu entwickeln.

Hannes Pressl, Präsident des Österreichischen Gemeindebunds und Bürgermeister der Marktgemeinde Ardagger (ÖVP), betont: „Mit der Einführung dieses Tools haben wir einen großen Schritt in Richtung einer nachhaltigen Nutzung unserer Flächen gemacht. Die präzise Erfassung und Analyse der Leerstände gibt uns eine solide Basis, um fundierte Entscheidungen zu treffen und den Bodenverbrauch weiter zu minimieren. Das Projekt zeigt eindrucksvoll, wie digitale Technologien die Arbeit in den Gemeinden optimieren können.“

Wichtige Kennzahlen und Verleichsmaßstäbe

Die Projektgemeinden haben nun die aktuellen Kennzahlen zum Baulandüberhang und Leerstand. Die Region weist einen Baulandüberhang von 17 Prozent auf, was deutlich unter dem Durchschnitt von 22 Prozent im Bundesland Niederösterreich liegt. Auch die Leerstandsquote von 17 Prozent (Stand: September 2024) zeigt die Relevanz des Themas für die regionalen Planungen.

Kontinuierliche Erhebung der Leerstandsquote nach Projektende

Eine der wichtigsten Vereinbarungen, die aus der Sitzung resultierten, ist die Entscheidung der Gemeinden, auch nach dem offiziellen Projektende weiterhin jährlich die Zahlen zu Baulandüberhang und Leerstandsquote zu erheben. Diese regelmäßige Erhebung soll nicht nur dem Austausch zwischen den Gemeinden dienen, sondern auch als Vergleichsmaßstab zur Messung der regionalen Fortschritte im Umgang mit Leerständen.

Michaela Hinterholzer, VP-Bürgermeisterin der Marktgemeinde Oed-Oehling und Sprecherin der Kleinregion Ostarrichi-Mostland, zeigt sich begeistert: „Das Projekt hat unsere Region auf ein neues Level der Zusammenarbeit gehoben. Die digitale Erhebung von Leerständen hilft uns, ungenutzte Potenziale gezielt zu aktivieren und Ressourcen effizient zu nutzen. Der Austausch zwischen den Gemeinden hat uns gezeigt, dass wir gemeinsam stark daran arbeiten können, nachhaltige Lösungen zu finden.“

Kooperationspartner desProjekts:

• Kleinregion Donau-Ybbsfeld: Ardagger, Blindenmarkt, Ferschnitz, Neustadtl/Donau, St. Georgen/Ybbsfelde

• Kleinregion Ostarrichi-Mostland: Amstetten, Euratsfeld, Neuhofen/Ybbs, Oed-Oehling, Wallsee-Sindelburg, Winklarn, Zeillern

• Allhartsberg, Aschbach-Markt

• Wirtschaftsraum Amstetten GmbH

• Förderung: Fonds für Kleinregionen, Land Niederösterreich

Projektlaufzeit: Oktober 2023 bis Ende 2024 (inkl. Abrechnungszeitraum für Förderung)


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