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BEZIRK AMSTETTEN. Jedes Jahr findet vom 25. November bis zum 10. Dezember die Kampagne „16 Tage gegen Gewalt an Frauen“ statt. Ziel ist es, auf das Recht eines gewaltfreien Lebens aufmerksam zu machen und Wege aus Gewaltbeziehungen aufzuzeigen. In Niederösterreich werden nun als neues Schutzangebot 17 Übergangswohnungen für gewaltbetroffene Frauen bereitgestellt. Der Vertrag für eine Unterkunft im Bezirk Amstetten konnte kürzlich im Landhaus in Sankt Pölten unterzeichnet werden. 

(V. l.) Heidrun Krejci und Ulrike Königsberger-Ludwig bei der Vertragsunterzeichnung (Foto: Dr. Anton Heinzl)

Die Betreiber der neuen Übergangswohnungen sind Frauenhäuser und Frauenberatungsstellen. Es wird mindestens vier Stunden Beratung und Betreuung pro Woche, bedarfsgerechte Räumlichkeiten, entsprechende Sicherheitskonzepte und Platz für zumindest ein Kind geben.

Alle Bewohnerinnen können zudem die Angebote der Frauenhäuser nützen. „Damit ist es jetzt erstmals möglich, über das gesamte Landesgebiet entsprechende Schutzplätze anzubieten“, sieht Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ) einen Meilenstein im Gewaltschutz erreicht.

Insgesamt werden dafür 2,26 Millionen Euro bis 2027 investiert.

Von Gewalt betroffene Frauen können in den Wohnungen bis zu zwölf Monate lang bleiben, bei triftigen Gründen auch länger. Ob Frauen in Frauenhäusern oder Übergangswohnungen Schutz finden, steht unter anderem mit dem Grad der Gefahrensituation, der Höhe der Traumatisierung und dem Begleitungsbedarf der Kinder im Zusammenhang.

Königsberger-Ludwig: „Es wird keine Frau alleine gelassen“

„Es wird keine Frau alleine gelassen, wenn sie Schutz sucht. Die neuen Übergangswohnungen sind ein wichtiger Beitrag dazu“, bedankt sich Königsberger-Ludwig bei den Trägervereinen für die Zusammenarbeit.

„Die Wohnung ist im Bezirk Amstetten an das Frauenhaus Amstetten angebunden und bereits in Betrieb. Frauen, die von Gewalt betroffen oder bedroht sind, können sich im Frauenhaus melden. Bei der Beratung wird individuell auf die Situation der Frauen eingegangen und je nach Gefährdungslage der Frauen eingeschätzt, ob die Übergangswohnung eine passende Wohnform ist“, so Heidrun Krejci, Mitarbeiterin des Frauenhauses Amstetten.

Übergangswohnungen sind jeweils eine in den Bezirken Amstetten, Mistelbach, Mödling, Neunkirchen, St. Pölten und Wiener Neustadt, jeweils zwei in den Bezirken Gänserndorf, Hollabrunn, Krems und Tulln sowie drei im Bezirk Zwettl geplant.

Damit stehen erstmals entsprechende Schutzunterkünfte in den Bezirken Gänserndorf, Hollabrunn, Krems, Tulln und Zwettl zur Verfügung.

FrauenhausAmstetten: Tel. 07472 66500

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