Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

Online Redaktion, 05.02.2025 10:14

NÖ. Der Unternehmergeist unter Niederösterreichs Ein-Personen-Unternehmen (EPU) ist ungebrochen. Das verdeutlicht die aktuelle EPU-Erhebung des MARKET-Instituts, immerhin würden sich 80 Prozent der Befragten auch heute wieder selbstständig machen. 

WKNÖ-Präsident Wolfgang Ecker (Foto: Rita Newman)
  1 / 2   WKNÖ-Präsident Wolfgang Ecker (Foto: Rita Newman)

„Im Bundesländervergleich haben wir in Niederösterreich den höchsten prozentuellen Anteil an EPU. Unsere blau-gelben Ein-Personen-Unternehmen sind ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, denn sie sichern nicht nur ihren eigenen Arbeitsplatz, sondern sorgen auch für Wertschöpfung in der Region“, betont Wirtschaftskammer NÖ-Präsident Wolfgang Ecker. 

Trotz Herausforderungen: 43 Prozent der NÖ EPU blicken mit Zuversicht in die Zukunft

Immerhin 28 Prozent der Ein-Personen-Unternehmen sehen einen Aufwärtstrend in der wirtschaftlichen Entwicklung. 50 Prozent rechnen mit einer mindestens gleichbleibenden Ertragslage. Dennoch blicken 43 Prozent der niederösterreichischen EPU mit Zuversicht in die Zukunft. Während es sich fast jedes vierte Unternehmen (23 Prozent) in den nächsten Jahren vorstellen kann, den ersten Mitarbeiter einzustellen, wollen 71 Prozent weiter ein EPU bleiben. „Im Vergleich zur letzten Erhebung vor einem Jahr, sehen wir kaum eine Veränderung: Trotz der angespannten wirtschaftlichen Lage für EPU, spiegeln sie unternehmerischen Willen und starke Resilienz wider“, fasst David Pfarrhofer, Vorstand des MARKET-Instituts und Studienleiter, zusammen.  

Die rund 76.000 Ein-Personen-Unternehmen stellen zwei von drei aktiven Unternehmen in Niederösterreich. „Sie sind somit eine entscheidende Wirtschaftskraft im Land. Mit ihren vielfältigen Produkten und Dienstleistungen stärken sie alle Branchen und Regionen“, hebt Birgit Streibel-Lobner, Sprecherin der Ein-Personen-Unternehmen in der Wirtschaftskammer Niederösterreich, hervor.

 Klare Handlungsaufträge an nächste Regierung: Maßnahmen zur Stärkung

„Damit unsere Ein-Personen-Unternehmen auch zukünftig ihr volles Potenzial entfalten können, erwarten sie rasches Handeln von der Politik“, weiß Streibel-Lobner. Besonders gefordert sind sie durch die steuerlichen Belastungen (55 Prozent), Umsatzrückgänge (45 Prozent) und Bürokratie (36 Prozent). Entsprechend klar sind daher die Handlungsaufträge an eine neue Bundesregierung: Neben dem Gesundheitssystem (53 Prozent) besteht für Niederösterreichs EPU auch bei den Themen Steuern (37 Prozent) und Bildung (34 Prozent) großer Handlungsbedarf. Effizienz und Sparpotenziale bei Sozialsystem, Verwaltung und Förderungen müssen ebenfalls angepackt werden (34 Prozent).

Neue oder höhere Steuern sind absolutes No-Go

Im Gegenzug sind aus Sicht der EPU neue Steuern sowie mögliche Steuererhöhungen ein absolutes No-Go (48 Prozent). Ebenfalls nicht akzeptiert wird, dass das Gesundheitssystem mit Spitzenmedizin nicht mehr für alle aufrecht erhalten werden kann (45 Prozent) und, dass das Pensionssystem nicht mehr finanzierbar ist (36 Prozent).  

Wirtschaftskammer-Services spielen wichtige Rolle: Zufriedenheit liegt bei 91 Prozent

Eine wichtige Rolle für die niederösterreichischen EPU spielen auch die speziellen Services und Leistungen der Wirtschaftskammer NÖ. 76 Prozent der befragten Unternehmen nutzen die Services bereits, wobei die Zufriedenheit noch einmal gestiegen ist. 91 Prozent sind mit den Services zufrieden und stellen der Wirtschaftskammer NÖ damit ein hervorragendes Zeugnis aus. „Die Wirtschaftskammer NÖ unterstützt Ein-Personen-Unternehmen in allen Bereichen und erreicht immer mehr Unternehmen mit Fokus auf digitale Aus- und Weiterbildung, Export sowie Digitalisierung und Innovation. Dazu zählen praktische Ratgeber und nützliche Online-Tools. So sorgen wir dafür, dass EPU auch in Zukunft bestmögliche Bedingungen vorfinden, um mutig die Zukunft gestalten zu können“, bekräftigen WKNÖ-Präsident Wolfgang Ecker und EPU-Sprecherin Birgit Streibel-Lobner.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden


Weitere Beiträge

Kultur, Kulinarik und Kurzurlaub: So vielfältig ist der Winter in Niederösterreich

Kultur, Kulinarik und Kurzurlaub: So vielfältig ist der Winter in Niederösterreich

NÖ. Die Städtekampagne der Niederösterreich Werbung zeigt, wie vielfältig Winterurlaub in Baden, Krems, Retz und Co. sein kann.

Tips - total regionalMichaela Aichinger
Sicheres Silvester: Pyrotechnik-Experten warnen vor illegalem Feuerwerk

Sicheres Silvester: Pyrotechnik-Experten warnen vor illegalem Feuerwerk

NÖ. Produzenten und Händler warnen: Illegale Produkte und Unwissenheit führen zu Unfällen – und schaden damit auch verantwortungsvoll arbeitenden ...

Tips - total regionalMichaela Aichinger
Stadt Amstetten lädt zum Neujahrstreffen mit Sternwanderung

Stadt Amstetten lädt zum Neujahrstreffen mit Sternwanderung

AMSTETTEN. Mit einem Neujahrstreffen im Festsaal des Landesklinikums Mauer stimmt sich die Stadt Amstetten am Sonntag, dem 11. Jänner 2026, ...

Tips - total regionalMichaela Aichinger
Wunschbaum-Aktion bringt Kindern aus dem Kidsnest Amstetten Weihnachtsfreude

Wunschbaum-Aktion bringt Kindern aus dem Kidsnest Amstetten Weihnachtsfreude

AMSTETTEN. Wenn kleine Weihnachtswünsche groß werden, ist in Amstetten wieder Wunschbaumzeit. Bereits unzählige Wünsche konnten mit dem Wunschbaum ...

Tips - total regionalMichaela Aichinger
Amstetten auf dem Weg zur klimaneutralen Stadt bis 2040

Amstetten auf dem Weg zur klimaneutralen Stadt bis 2040

AMSTETTEN. Amstetten nimmt an der Forschungsinitiative „klimaneutrale Stadt“ teil und arbeitet daran, die lokalen Klimamaßnahmen in die ...

Tips - total regionalMichaela Aichinger
Wirtschaftskammer NÖ startet Onlineportal für Bürokratieabbau 

Wirtschaftskammer NÖ startet Onlineportal für Bürokratieabbau 

SANKT PÖLTEN. Die Wirtschaftskammer Niederösterreich (WKNÖ) fordert „konsequenten Bürokratieabbau“ und startet ein Onlineportal zur Meldung ...

Tips - total regionalMichaela Aichinger
Weitere Beiträge