Unabhängiger Bauernverband für "neue Wege in der Agrarpolitik"
SANKT PETER/AU. Am 9. März findet die Landwirtschaftskammerwahl in Niederösterreich statt. Der Unabhängige Bauernverband (UBV) unter der Leitung von Herbert Hochwallner aus Sankt Peter/Au präsentierte bei einer Pressekonferenz seine Forderungen und Ziele.

Abgesehen vom ÖVP-Bauernbund ist aktuell nur der UBV in der Landwirtschaftskammer vertreten - und das mit drei von 36 Mandaten. Wie Hochwallner berichtet, tritt der UBV für die Bezirkskammer mit etwa 100 Bauern in 16 Bezirken an. Ziel sei, das Ergebnis der letzten Wahl zu verbessern.
Kritik an Kammernwahlrecht und Einkommen
Stark in der Kritik steht beim UBV das Kammernwahlrecht. Hochwallners Vorwurf: „Es gibt null Transparenz die Wahlberechtigten betreffend. Es gibt keine gemeinsame Wählererfassung“.
Zudem fordere der UBV auch mehr Einkommen für die Bauern. „Die Bauern hatten 2023 ein Jahresdurchschnittseinkommen von rund 16.000 Euro (nach Abzug der Sozialversicherungsbeiträge). Das Minus von bis zu 25 Prozent ging medial - wie bei der eigenen Vertretung - komplett unter. Für 2024 zeichnet sich ein ähnliches Bild ab. Wo soll das enden? Für andere Berufsgruppen schneit es Geld, bei den Bauern klemmts“, kritisiert der UBV-Obmann.
Hochwallner weiter: „Gute Politik beweist, gerechter sein zu wollen. Das fordert der UBV jedenfalls ein. Ein deutlich besseres Einkommen bei den Bauern ist gut für die Wirtschaft. Aus der Sicht des UBV brauchen die Bauern zwei- bis dreimal mehr an Einkommen. Denn die Bauern investieren in der Regel in der heimischen Wirtschaft. Der UBV definiert daher das Ziel, dass man die Bauern beim Einkommen den Beamten gleichzustellen habe.“
Insgesamt habe der UBV 42 Forderungen aufgestellt, die bereits an den Nationalratspräsidenten Walter Rosenkranz übergeben worden seien.


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