NÖ: Unternehmen investieren mehr in Aus- und Weiterbildung
SANKT PÖLTEN. Laut dem Weiterbildungsbarometer 2025 des WIFI der Wirtschaftskammer Niederösterreich planen Unternehmen verstärkt Investitionen in zukunftsweisende Weiterbildungsmaßnahmen. Besonders das Themenfeld Künstliche Intelligenz gewinnt zunehmend an Bedeutung. Ein Viertel der österreichischen Betriebe will 2025 noch mehr in Aus- und Weiterbildung investieren als in den Vorjahren.

Rund 85 Prozent der Unternehmen halten Weiterbildung für zentral und setzen verstärkt auf die Qualifikation sowie Entwicklung ihrer Teams. Das jährliche Weiterbildungsbarometer, eine Umfrage von IMAS International im Auftrag des WIFI der Wirtschaftskammer Österreich, untersucht die Bedeutung beruflicher Weiterbildung aus Sicht von Unternehmen und Beschäftigten. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass beide Gruppen großen Wert auf kontinuierliche Weiterbildungsangebote legen.
Künstliche Intelligenz rückt in den Fokus
Künstliche Intelligenz gewinnt als Weiterbildungsthema stark an Gewicht. Etwa die Hälfte der befragten Unternehmen betrachtet KI-Trainings in den kommenden vier bis fünf Jahren als wichtig. Unter den Erwerbstätigen sind es sogar 68 Prozent, die den Einsatz von KI-Tools in diesem Zeitraum für sehr wichtig oder eher wichtig halten.
Das WIFI Niederösterreich reagiert darauf mit einem breiten Kursangebot – von Grundlagenkursen für Einsteiger über berufsspezifische Formate bis hin zum „KI-Führerschein“, der praxisnahes Wissen sowie einen verantwortungsvollen Umgang mit Künstlicher Intelligenz vermittelt.
„Unsere Angebote zur Künstlichen Intelligenz sind ein wichtiger Baustein, um Unternehmen und Mitarbeitende fit für die digitale Zukunft zu machen. Die hohe Nachfrage zeigt das große Interesse an fundierter, praxisorientierter Weiterbildung in diesem Bereich“, sagt Christian Moser, Vizepräsident der Wirtschaftskammer Niederösterreich und WIFI-Institutsvorstandsvorsitzender.
Hohe Lernbereitschaft bei Erwerbstätigen
Etwa die Hälfte der Erwerbstätigen misst lebensbegleitendem Lernen eine hohe Bedeutung bei. Innerhalb der letzten drei Jahre konnten jedoch nur 25 Prozent dieses Ziel umfassend umsetzen. Als wesentliche Hürden nannten die Befragten Zeitmangel, finanzielle Belastungen sowie das Gefühl, entweder zu jung oder zu alt für Weiterbildung zu sein.
Im Schnitt tragen Unternehmen 58 Prozent der Weiterbildungskosten, rund ein Drittel übernehmen die Beschäftigten selbst, der Rest wird durch staatliche Förderungen abgedeckt. „Lebenslanges Lernen ist essenziell, um den dynamischen Anforderungen der Arbeitswelt gerecht zu werden. Mit unserem flexiblen Kursangebot – von Online-Formaten bis zu praxisnahen Präsenzschulungen – unterstützen wir Unternehmen und Mitarbeitende, die nötigen Kompetenzen aufzubauen und damit den Wirtschaftsstandort Niederösterreich nachhaltig zu stärken“, erklärt Michaela Vorlaufer, WIFI-Institutsleiterin.
Dem Weiterbildungsbarometer zufolge ist der Trend „Blended Learning“, der Online- und Präsenzformate kombiniert, mittlerweile fest verankert. Das WIFI der Wirtschaftskammer Niederösterreich bietet über 3.500 Weiterbildungsmöglichkeiten an.


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