Der Blonde Engel landet mit einem bunten Strauß aus Liedern in Ansfelden

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Laura Voggeneder Laura Voggeneder, Tips Redaktion, 07.02.2019 17:44 Uhr

ANSFELDEN. Wer am 14. Februar noch nichts vorhat, kann sich - ganz unabhängig vom Valentinstag - im ABC Ansfelden „Einen bunten Strauß aus Liedern“ abholen. Der Linzer Kabarettist und „Sitzmusikant“ Felix Schobesberger, besser bekannt als „Blonder Engel“, präsentiert im ABC-Saal seine spitzfindigen Texte und musiziert dazu.

Blonder Engel steht für Sitzmusik mit raffinierten Texten, exzellentem Gitarrenspiel, schelmischer Selbstironie und unbändigem Improvisationstalent. Nackter Oberkörper, goldene Leggins, Engelsflügel und eine Bass-Stimme, um die ihn jeder Hollywood-Bösewicht beneidet – das sind die Markenzeichen des preisgekrönten Linzer Künstlers, der zwischen seinen spitzbübischen Songs gerne mal in Geschichten abschweift, dessen Ende oft nicht einmal er selbst kennt.

Dass dabei hie und da auch das Publikum den Ton angeben darf, versteht sich von selbst. Hauptsache die Lachmuskeln werden strapaziert, wenn das schnellste Mundwerk im Garten Eden in schönstem oberösterreichischen Dialekt loslegt. Ein Künstler, bei dem auf der Bühne alles passieren kann.

Engel braucht Bouquet

Wer sich in die Welt des Blonden Engels denken will, dem sei dieser Text aus der Programmvorschau ans Herz gelegt: 

„Seien sie mir jetzt bitte nicht böse“, betrat Blonder Engel das in Blütenduft getränkte Florenreich des Blumenladens, „aber ich brauche einen total kitschig schiachen Blumenstrauß für ein Foto.“

„Ah, einen Fernsehstrauß wollen Sie also!“, antwortete die Verkäuferin, zielsicher zu Feuerlilie und Anthurie greifend. Vollprofi halt. „Darf ich fragen, wofür sie den brauchen?“

„Wissen Sie“, entgegnete der Himmlische derweil Calla und Sonnenblume in der ausladenden Opulenz des Bouquets ihren Platz fanden, „ich bin ein Künstler, der sich irgendwo zwischen Musik und Kabarett weigert, Programme zu spielen.“

„Wie darf ich das verstehen?“, frug die Dame weiter, während sie mit flinken Fingern die verschiedenfarbigen Gerbera im immer dichter werdenden Strauß arrangierte.

„Schauen Sie“, fuhr der Geflügelte fort, „ich bin quasi permanent am Schreiben. Und wenn ich neues Material habe, will ich das auch sofort spielen und ausprobieren können, eh klar. Na, und an einem anderen Abend würde dann vielleicht wieder mal eine alte Nummer besser passen, oder? Und eben genau das möchte ich mir offenhalten und mir die Freiheit bewahren, spontan sein zu dürfen — da ist dann halt ein fixes Programm mit seinem engen Korsett und den Routinefallen entlang des roten Fadens ein bisserl hinderlich, verstehen Sie?“

„Jede Vorstellung ein einzigartiges Erlebnis, wie?“, entgegnete die Verkäuferin und rundete das Bouquet mit Gräsern, Farnen und Blattwerk ab.

„Richtig!“ Der Engel strahlte. „Ein kleinkünstlerisches Unikum! Wenn man so will: Ein bunter Strauß aus Liedern, Abend für Abend frisch gepflückt!“

„Apropos Strauß“, sagte die Verkäuferin, stolz das Gebinde präsentierend, „gefällt er Ihnen so?“

„Wunderschön!“, freute sich der Himmlische. „Vielleicht noch ein bisserl Cellophan rundherum? Was meinen Sie?“

„Ja sicher. Eine Manschette. Überhaupt kein Problem.“ Mit ein paar geschickten Handgriffen hatte sie den Strauß im Nu fertig.

Der Engel frohlockte. „Was bin ich schuldig?“, fragte er.

„Da machen wir 35 geradeaus“, erwiderte die Verkäuferin. „Dafür bringen“s mir dann aber auch ein Plakat vorbei.„

Donnerstag, 14. Februar 2019, 20 Uhr

ABC – Anton Bruckner Centrum / Saal

Vorverkauf: 18 Euro (Kat. A) | 16 Euro (Kat. B) | 14 Euro (Kat. C)

Abendkassa: 21 Euro (Kat. A) | 19 Euro (Kat. B) | 17 Euro  (Kat. C)

 

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