Bärin Emma "ganz vertieft" bei der Arbeit
ARBESBACH. Es ist nur eine einfache, mit Ästen und Grünzeug gefüllte Holzkiste, in der sich einige Leckerlis verstecken. Aber Bärin Emma beschäftigt sich hingebungsvoll mit der neuen Wühlkiste, was die Tierpfleger im Bärenwald Arbesbach besonders freut.

„Oft sind es die einfachen Dinge, die von den Bären am besten angenommen werden“, bestätigt auch Vier Pfoten Tierpflegerin Gerlinde Mairhofer. „Emmas Schnauze war auf jeden Fall über sehr lange Zeit in der Wühlkiste verschwunden. Sie schien komplett in ihre Arbeit vertieft.“ Schließlich ist es komplizierte Feinarbeit, Rosinen und Hundefutterpellets aus der Zauberbox zu fischen – das braucht ihre volle Konzentration.
Neue Anreize durch „Enrichment“
Der Bärenwald Arbesbach legt großen Wert darauf, seine sieben Bären ausreichend zu beschäftigen. In der freien Wildbahn sind die Tiere die meiste Zeit auf Futtersuche. Die Vier Pfoten Tierpfleger versuchen daher, ihren Schützlingen, die nicht mehr ausgewildert werden können, so oft wie möglich neue Anreize zu geben. Mit so genanntem „Enrichment“ in Form von verstecktem Futter oder speziellem Spielzeug werden die Tiere immer wieder aufs Neue gefordert. „Es ist auch für Bären wichtig, geistig und auch körperlich fit zu bleiben“, erklärt Tierpflegerin Mairhofer.
Über den Bärenwald
Der Bärenwald Arbesbach ist eine von mehreren Bärenauffangstationen von Vier Pfoten. Derzeit leben mit Vinzenz, Tom, Jerry, Brumca, Erich, Miri und Emma hier sieben Braunbären auf insgesamt 14.000 Quadratmetern. Für Besucher gibt es täglich zwischen 10 bis 18 Uhr die Möglichkeit, diese faszinierenden Tiere aus nächster Nähe zu beobachten. Jeden Mittwoch und Freitag um 15 Uhr, am Samstag um 16 Uhr und am Sonntag um 10.30 Uhr findet eine Führung (auch ohne Voranmeldung) statt.


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