„Person in Eis eingebrochen“: Feuerwehrübung im zwei Grad kalten Wasser
ARBESBACH. „Menschenrettung nach Eiseinbruch“ hieß es bei der Übung der Freiwilligen Feuerwehr Arbesbach, die am Samstag, 16. Februar am örtlichen Badeteich abgehalten wurde.

Für die FF Arbesbach stellte die Übung „Menschenrettung nach Eiseinbruch“ eine Premiere dar. Die Eisdicke am Badeteich Arbesbach wurde zuvor regelmäßig kontrolliert und gemessen. Am Vortag schnitt man ein Loch ins Eis und stellte fest, dass das Eis an dieser Stelle noch 30 Zentimeter dick war. Eisflächen ab einer Dicke von 18 Zentimeter können theoretisch mit Fahrzeugen befahren werden, informiert die Feuerwehr am Rande.
Nach einem kurzen Theorieteil im Feuerwehrhaus begaben sich die Kameraden in Richtung Badeteich, wo etwa zehn Meter vom Ufer entfernt, eine Person „eingebrochen“ war. Diese konnte sich aus dem Wasser nicht mehr selbst befreien.
Mit Korbschleiftrage und Leiter auf das Eis
Ein Retter begab sich anschließend mit Korbschleiftrage und Leiter auf das Eis zur Person. Die zuvor erlernte Rettungstechnik wurde von dem Kameraden sofort richtig angewandt und die Rettung aus dem Wasser konnte innerhalb kürzester Zeit erfolgreich durchgeführt werden. Warum sich der Retter auf einer Leiter am Eis bewegt, hat einen einfachen Grund: so vergrößert man die Auflagefläche und somit die Gewichtsverteilung am Eis enorm. Insgesamt wurde die Person dreimal mit verschiedenen Techniken aus dem Wasser geholt.
Ein herzlicher Dank gilt der „eingebrochenen Person“, Vitus Stemmer, der sich freiwillig mehrmals ins zwei Grad kalte Wasser begab, für sein Durchhaltevermögen und seine Bereitschaft. Insgesamt nahmen 20 Mann an der Übung teil.
Empfehlung der Feuerwehr: Eisfläche nicht betreten
„Wir weisen darauf hin, dass die Übung und die Begehung der Eisfläche unter gesicherten Bedingungen statt fand. Wir empfehlen die Eisfläche daher nicht zu betreten“, ruft die Feuerwehr Arbesbach abschließend auf.


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