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Illegale Müllentsorgung: „Sauschädlaffäre“ sorgt rund um Arbing für Welle der Empörung

Markus Hochgatterer, 08.01.2019 07:00

ARBING. Wie in vielen B3-Anrainergemeinden ist auch Arbing regelmäßig mit dem Problem der illegalen Müllentsorgung konfrontiert. Nach dem jüngsten Müllskandal rund um Weihnachten will man im Machlandort nun aber keineswegs zur Tagesordnung überschreiten – die Polizei ermittelt.   

  1 / 3   Gemeindemitarbeiter Rudolf Hofstätter machten beim Öffnen der illegal entsorgten Müllsäcke eine grausige Entdeckung. Fotos: Privat

Kurz nach Weihnachten meldete zunächst ein Arbinger Jäger den Fund von Müllsäcken in einem Feld nahe der B3 im Ortsteil Frühstorf. Rudolf Hofstätter, der ebenfalls beim Spaziergang mit dem Hund darauf aufmerksam wurde, transportierte diese mit seinem Traktor zum Bauhof.

Grausiger Fund

Beim Öffnen der Säcke bot sich dem Gemeindemitarbeiter ein grausiger Anblick. Verteilt auf mehr als zehn Säcke fanden sich darin neben diversem Haushaltsunrat auch eine Arbeitsjacke, Kinderbekleidung und der gesamte Nachlass einer Grillfeier – makaberer Höhepunkt dabei: die Überreste eines gegrillten Spanferkels inklusive Sauschädl.

Ermittlungen laufen

Bürgermeister Josef Hiesböck, der sich unmittelbar nach der Rückkehr aus dem Weihnachtsurlaub ein Bild von der Angelegenheit machte, erstattete im Namen der Gemeinde bei der Polizei eine Anzeige gegen Unbekannt. Hiesböck, in seinem früheren Brotberuf selbst Polizist, postete Bilder in den Sozialen Medien und bat die Bevölkerung um Hinweise. „Dass dieses Thema den Leuten unter den Nägeln brennt, hat man an der Anzahl der vielen Reaktionen gesehen. Die Bevölkerung hat die Nase voll von Müllsündern, die unsere schöne Landschaft verunreinigen und viel zu oft ungeschoren davonkommen. So etwas ist wahrlich kein Kavaliersdelikt“, ärgert sich der Ortschef. Spezialisten für Umweltdelikte am Polizeiposten Perg verfolgen indes erste Spuren, die sich durch die Auswertung des Unrats ergaben. „Leider kam es in letzter Zeit verstärkt zu illegalen Ablagerungen mitten in der Natur oder auch beim Altstoffsammelzentrum. Das verursacht sowohl für die Gemeinde als auch für den Abfallverband erhebliche Mehrkosten. Auch auf das ´Glücksschweinderl´ kurz vor dem Jahreswechsel hätten wir natürlich gerne verzichtet“, hält Hiesböck mit einer Portion Galgenhumor fest.

Hinweise an Polizei oder Gemeinde erbeten

Hinweise zu den Müllablagerungen werden nach wie vor am Gemeindeamt Arbing oder am Polizeiposten Perg entgegengenommen.


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