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ARDAGGER/GHANA. Selina Seba und Natascha Prinz aus Ardagger verbrachten von Jänner bis April 2018 einige Monate in Ghana. Um den Menschen vor Ort zu helfen, gründeten sie nach ihrer Rückkehr den Verein Edu Chance.

  1 / 3   Neben der Arbeit standen für Selina Seba und Natascha Prinz auch Ausflüge ans nahegelegene Meer am Programm. Foto: Edu Chance

Selina Seba und Natascha Prinz arbeiteten mit einheimischen Koordinatoren und Freiwilligen in Bildungs- und Gesundheitsprojekten für Straßenkinder in der Nähe der ghanaischen Hauptstadt Accra. Die Menschen in der Region leben hauptsächlich von der Landwirtschaft und Fischerei. Damit ihre Familien über die Runden kommen, müssen viele Kinder arbeiten. Manche arbeiten beispielsweise als Warenträger. Andere verbrennen Elektroschrott, um an verwertbares Material zu kommen.

Kein Geld für Bildung und Medizin

Weil die meist privaten Schulen Schulgeld verlangen, können sich viele Familien die Bildung für ihre Kinder nicht leisten. Somit bleibt ihnen jede Aussicht auf eine erfolgreiche Zukunft verwehrt. Ein positives wie auch negatives Erlebnis machten Selina Seba und Natascha Prinz bei einem Ausflug. „Wir haben einen Buben gesehen, der auf Müll Schlagzeug gespielt hat. Es war schlimm mitanzusehen, dass er so viel Talent hat, aber nie etwas daraus machen können wird“, erzählt Prinz. Ähnlich wie im Schulwesen verhält es sich in der medizinischen Versorgung. „Wer kein Geld hat, hat keine Chance auf eine Betreuung“, sagt Seba, die in der Notaufnahme eines Krankenhauses arbeitete.

Hauptprojekt Schule

Gleich nach ihrer Rückkehr nach Österreich gründeten Seba und Prinz den Verein Edu Chance, der auch eine Organisation in Ghana hat. Täglich tauschen sie sich mit ihren Koordinatoren vor Ort aus. Die Ziele und Entscheidungen werden immer gemeinsam getroffen. Auch die Spendengelder werden nur für das verwendet, was gemeinsam vereinbart wurde. So wird beispielsweise abgestimmt, welche Familie am dringendsten Schulgeld benötigt. Das Hauptprojekt von Edu Chance ist der Bau einer Schule. Das Grundstück für das Gebäude wurde bereits angekauft. Anfang nächsten Jahres wird mit dem Bau begonnen. Wenn es so weit ist, werden Seba und Prinz ihren Projektpartnern vor Ort einen Besuch abstatten.


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