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ARNREIT. Nur mehr die Sonnenblumen blühen am Feld vorm Ebnerhof. Alles andere ist bereits verblüht oder abgeerntet und zu feinen, regionalen Bio-Produkten verarbeitet. Genau solche wollen die Kräuterfrauen auf den Markt bringen und gleichzeitig altes und neues Kräuterwissen bewahren, weiterentwickeln und weitergeben.

  1 / 3   Die Frauen des Kräuternetzwerks (v.l.): Maria Grünbacher (Arnreit), Hilde Müllner (Rohrbach-Berg), Lisa Hofer, Christine Mittermayr (beide Arnreit), Maria Lang (Altenfel- den). Nicht am Bild: Elisabeth Krenn (Rohrbach-Berg), Karoline Wolfesberger (Auberg). Foto: Gahleitner

Kräuteranbau am Ebnerhof in Arnreit ist nicht neu. Neu ist aber, dass diese gleich am Hof verarbeitet werden. „Wir möchten aus unseren Kräutern bis zum Schluss ein schönes Produkt machen und direkt vermarkten“, erklärt Biobäuerin Maria Grünbacher. Drachenkopfmelisse, Pfefferminze, Apfel-, Orange-, Lemonminze, Goldmelisse, Ringelblume und Sonnenblumen haben hier den ganzen Sommer über geblüht. Mittlerweile wurden die Kräuter gepflückt, schonend getrocknet und als regionaler Bio-Tee in lebensmittelechte Weißblechdosen gefüllt, die nun im Hofladen beim Ebner verkauft werden.

Kleine Einheiten – beste Qualität

Gerade mal ein Viertel Hektar groß ist das Kräuterfeld, denn „aus kleinen Flächen bringt man beste Produkte raus. Wir arbeiten bewusst mit kleinen Einheiten, denn diese sind viel verträglicher“, sind Grünbacher und ihre Mitstreiterinnen überzeugt. Sie wollen damit auch einen Beitrag „gegen die Verarmung der Landschaft“ leisten, denn es gebe ja kaum mehr Blühflächen. Bei ihren Kräutern hingegen summt und brummt es, die Bienen fühlen sich wohl dort – und der Honig passt gut zum Produktsortiment vom Ebnerhof.

Handverlesene Kräuter

Die Kräuterfrauen werken auch viel mit der Hand, nur wenige Kleinmaschinen helfen ihnen bei der aufwändigen Arbeit. „Wir machen diese Arbeit, weil sie uns freut“, sagt Lisa Hofer, eine weitere Biobäuerin vom Netzwerk, „aber sie soll halt auch mal abgegolten werden und das Ganze rentabel sein.“

Gute Mischung

Es sind aber nicht nur Bäuerinnen, die sich zusammengeschlossen haben. Eigentlich ist eine gute Mischung entstanden, mit unterschiedlichen Zugängen zu Kräutern: So ist Kräuterpädagogin Maria Lang dabei, Christine Mittermayr sorgt für die künstlerischen Akzente, Karoline Wolfesberger ist Produktentwicklerin, Elisabeth Krenn ist Imkerin und Hilde Müllner übernimmt die Buchhaltung.

Wissen weitergeben

Das bunte Netzwerk sorgt auch für ein vielfältiges Seminarangebot rund um die Kräuterwelt. Dazu wird am 3. November der neu gestaltete Seminarraum mit Atelierblicken der textpoterie eröffnet. Im Laufe des Winters werden dann Salben gemacht, Tee verkostet, Suppen gekocht oder man trifft sich zum Kräuterstammtisch. Der Seminarraum ist übrigens auch für externe Gruppen zugänglich.

Alle Veranstaltungen am Ebnerhof erfahren Interessierte unter www.amebnerhof.at. Mit einem Mail an info@amebnerhof.at kann auch der Newsletter bestellt werden. Das Projekt wird über das EU-Programm Leader unterstützt.


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