Organisierte Hilfe für die neuen Aschacher
ASCHACH. „Multikultis“ werden jene Flüchtlinge liebevoll genannt, die seit acht Monaten in einem Mehrfamilienhaus im Ortszentrum zu Hause sind. Sie werden von rund 50 Aschachern im täglichen Leben unterstützt.

Die neuen Aschacher sind vor Krieg und Verfolgung geflüchtet und teilen somit ein Schicksal. Von Kultur, Religion und Sprache sind sie allerdings sehr unterschiedlich. Eine syrische Familie aus Damaskus, ein kurdisches Paar aus Kobane, eine irakische Familie aus Bagdad und ein sehr junges, im Iran aufgewachsenes Ehepaar aus Afghanistan – die Frau bei der Ankunft in Österreich hochschwanger – haben in Aschach Unterschlupf gefunden. Die anfängliche Herausforderung der Helfer bestand somit darin, sich mit unterschiedlichen Kulturen und Sprachen vertraut zu machen. Strukturen und Regeln wurden geschaffen, damit das Zusammenleben unter den Asylwerbern, aber auch mit den Einheimischen, funktioniert.
Tatkräftige Unterstützung bekommen die Flüchtlinge von freiwilligen Helfern aus dem Ort. Sachspenden, Arzttermine und Fahrdienste werden organisiert. Außerdem werden intensive Sprachkurse angeboten. Während die Eltern Deutsch lernen, kümmern sich Einheimische liebevoll um die Kinder und um eine sinnvolle Freizeitgestaltung.


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