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ASPACH. Am vergangenen Samstag ging in Aspach der Bezirksjägertag über die Bühne. Es ist traditionell der besucherstärkste seiner Art in ganz Oberösterreich. Gewählt wurde in diesem Jahr auch ein neuer Bezirksjagdausschuss

  1 / 8   Bezirksjägermeister Johann Priemaier (l.) und der Delegierte zum Landesjagdausschuss, Gottfried Stadler, wurden in ihren Ämtern bestätigt. Fotos: Tips/Kobler

Beim Bezirksjägertag Braunau, in Aspach, waren am vergangenen Samstag wieder über 800 Jäger aus dem Bezirk mit dabei. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von der Jagdhornbläsergruppe Weilhart. Gewählt wurde für die insgesamt über 1.300 Jäger im Bezirk Braunau nach sechs Jahren heuer auch wieder der Bezirksjagdausschuss.

Priemaier im Amt bestätigt

In ihrem Amt bestätigt wurden Bezirksjägermeister Johann Priemaier und der Delegierte des Bezirks zum Landesjagdausschuss, Gottfried Stadler. Bei den übrigen Mitgliedern gab es einen personellen Wechsel und zwei jüngere Mitglieder kamen in den Ausschuss hinzu. Peter Kölblinger von der Forstabteilung der Bezirkshauptmannschaft Braunau betonte in seiner Rede, dass man in der Zusammenarbeit weiterhin auf kurze Wege, ein gutes Miteinander und die Handschlagqualität setzen werde.

Rotwild schützen und erhalten

Bei seinem Tätigkeitsbericht gab Bezirksjägermeister Priemaier an, das Rotwild so gut es geht erhalten zu wollen, während beim Schwarzwild der Bestand so kurz wie möglich gehalten werden soll. Seine letzte Rede beim Bezirksjägertag hielt Landesjägermeister Josef Brandmayr, der bei der Neuwahl im April nicht mehr antreten wird. In den nächsten Jahren will man vonseiten der Bezirksjägergruppe vor allem auf eine gute Kommunikation, Weiterbildung, den regionalen Naturschutzplan und Artenvielfalt setzen.

Wichtige Anliegen der Zukunft

Weitere wichtige Anliegen in der Zukunft sind die Bewältigung des Klimawandels, Probleme mit hohem Schneedruck sowie der Befall der Wälder durch den Borkenkäfer. Hier will man vonseiten der Jagd künftig noch enger mit den Grundbesitzern und dem Forstamt zusammenarbeiten.

Außerdem brachte Ferdinand Tiefnig vonseiten der Bezirksbauernkammer zum Ausdruck, dass man künftig vor allem auf Mischwälder setzen müsse und dass diese die klassischen Fichtenwälder ersetzen sollen.   

Neben den vielen Jägern aus dem Bezirk waren auch viele Ehrengäste nach Aspach gekommen wie Landtagspräsident Viktor Sigl, die Landtagsabgeordneten Walter Ratt und Ferdinand Tiefnig oder Altheims Bürgermeister Franz Weinberger. 

Sigl betonte in seiner Rede, dass nur fünf Prozent etwas mit der Jagd zu tun haben und dass die anderen 95 Prozent die Arbeit der Jäger und Bauern oft falsch einschätzen würden. „Hier ist noch viel Arbeit zu machen, um das Image zu verbessern“, sagte Sigl. 

Gedenken und Ehrungen

Neben dem Gedenken an die verstorbenen Mitglieder wurden auch wieder viele Jäger für ihre langjährige Tätigkeit von teilweise bis zu 75 Jahren geehrt und ausgezeichnet. 

Änderungen im Waffengesetz

Auch Änderungen des Waffengesetzes im letzten Jahr waren Teil des Bezirksjägertages. Unter anderem ist es den Jägern künftig erlaubt einen Schalldämpfer zu verwenden. Auch Faustfeuerwaffen sind erlaubt, hier wurde aber an die besondere Sorgfalt und Vorsicht im Umgang appelliert. 

 

Abschusszahlen 2018 im Detail:

Schalenwild

- Rotwild: 10

- Rehwild: 6492

- Schwarzwild: 97

Niederwild

- Hase 2652

- Schnepfe: 94

- Fasane: 1152

- Wildtauben: 1117

- Enten: 1865

- Gänse: 40

Raubwild:

- Dachs: 138

- Fuchs: 720

- Baummarder: 113

- Steinmarder: 211

- Illtiss: 37

- Wiesel: 155

Sontiges: 

1 Schakal und 1 Mink


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