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ASTEN/ENNS. Walter Glassner aus Asten ging frühmorgens mit Luigi, dem Jagdhundmischling seines Sohnes, in Kronau bei der Mitterwasser-Donaumündung spazieren, als ihm eine Ennserin mit einem freilaufenden Hund entgegenkam.

Ein Drittel von Luigis rechtem Ohr musste amputiert werden. Fotos: Glassner
  1 / 2   Ein Drittel von Luigis rechtem Ohr musste amputiert werden. Fotos: Glassner

„Mein Vater nahm Luigi an die kurze Leine und rief der Dame zu, sie möge ihren Hund ebenfalls an die Leine nehmen, was sie aber nicht tat. Sie hat meinen Vater aufgefordert, dass er ausweichen soll, was jedoch nicht möglich war, weil sich links die Donau und rechts ein Waldstreifen befand“, berichtet Jürgen Glassner, der Besitzer von Luigi. Als Glassner ihr das mitteilte, soll die Hundehalterin geantwortet haben: „Dann wirst du schon sehen, was du davon hast“.

Gezielte Attacke

Plötzlich sei aus besagtem Waldstreifen ein zweiter Hund aufgetaucht, den Walter Glassner gar nicht bemerkt hatte. Die beiden Hunde hätten Luigi gezielt attackiert, wobei sie ihn an beiden Ohren verletzten und ihm Bisswunden am Kopf zufügten. Die Hundehalterin habe zwar nach ihren Hunden gerufen, diese hätten jedoch keinen Gehorsam gezeigt und die Attacke fortgesetzt. Walter Glassner wurde dabei nicht verletzt.

Kosten von über 800 Euro

Jürgen Glassner brachte den neunjährigen Luigi umgehend in die Tierklinik Sattledt, wo er zwei Stunden lang notoperiert wurde. Das rechte Ohr war eingerissen. Ein Drittel davon musste amputiert werden. Der Hund ist nach wie vor in Behandlung. „Die Kosten für die OP, Medikamente und Verbandwechsel belaufen sich mittlerweile auf über 800 Euro“, sagt Glassner.

Einvernahme der Beteiligten

„Hundehalter müssen ihre Hunde immer im Griff haben. Denn wenn sie so etwas einmal machen, machen sie es immer wieder. Vielleicht gehen sie beim nächsten Mal auf ein kleines Kind los“, befürchtet Glassner, der sich wünscht, dass die beiden Hunde als auffällig eingestuft werden. Den Vorfall hat er der Polizei und dem Stadtamt Enns gemeldet. Auch mit der veterinärmedizinischen Abteilung der Bezirkshauptmannschaft Linz-Land hat er sich in Verbindung gesetzt. Die beteiligten Personen werden im Bürgerservice Enns vorgeladen und einvernommen. Bürgermeister Stefan Karlinger ist ebenfalls bereits informiert.


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