Konzert im Arkadenhof
ATTNANG-PUCHHEIM. Das Kammerorchester „Ensemble Classico“ (Pierre Cochand/Leitung und Violine, Lui Chan/Violine und Julia Habenschuss/Flöte) war zu Gast im Arkadenhof des Klosters Puchheim.

Am Programm standen die Sinfonie in F-Dur opus 4 von Carl Stamitz und das Konzert für Flöte und Streichorchester in e-moll opus 57 von Severio Mercadante, das Divertimento in D-Dur von Joseph Haydn, eine Zwischenaktmusik aus „Rosamunde“ von Franz Schubert und als Schluss das Konzert für zwei Violinen und Orchester in d-moll von Antonio Vivaldi - ein Konzert, sowohl vom Programm als auch von der Interpretation her höchstrangig.
Die Sinfonie von Carl Stamitz wurde feingliedrig, als Dokument einer empfindsamen Zeit, in der bereits romantische Stimmungen beschworen wurden, interpretiert - leuchtend hob sich der Klang der Violinen vom dunklen Goldgrund der Violoncelli ab.
Julia Habenschuß - vielfache Preisträgerin bei Wettbewerben - spielte den Solopart im Flötenkonzert von Mercadante gefühlvoll und differenziert, in schlackenloser Stilreinheit und Leichtigkeit.
Nach der Pause gab es Haydn (Divertimento in D-Dur) - duftig, leicht - und Schubert (Musik aus Rosamunde) - lieblich, anmutig, graziös, traumverloren harmonisch interpretiert. Am Schluss des offiziellen Programms spielten Pierre Cochand und Lui Chan die Soli im Konzert für zwei Violinen und Orchester von Vivaldi. Es war ein perfektes Zusammenspiel, ein echtes Miteinander mit Eleganz und Leichtigkeit, intensiver Tonschönheit und silberner Leuchtkraft, ganz dem melodischen Wohllaut hingegeben.
Die launige Geburtstags-Laudatio von Lui Chan für Hans Schifflhuber kam richtig herzlich rüber. Die erste Zugabe (Rossini) war flott, die zweite (das Mascagni-Intermezzo) richtig berührend - ein stimmungsvoller Abend.
(von Fred Androsch)








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