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ATTNANG-P. Die geplante Schließung von Berufsschulen in Braunau, Gmunden, Steyr und Wels sorgt für  Aufregung. „Diese Maßnahme wird den Fachkräftemangel in OÖ weiter verschärfen“, übt Nationalrätin Doris Margreiter aus Attnang-P., die auch Präsidentin des Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbandes OÖ ist, harsche Kritik an der zuständigen Bildungslandesrätin Christine Haberlander.  

Nationalrätin Doris Margreiter, Präsidentin des Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbandes OÖ (r.) Foto: Bezirks-SPÖ

„Das dezentrale Netz an Berufsschulen sichert qualifizierte Arbeitskräfte in der Region und damit eine stabile wirtschaftliche Entwicklung. Wird die Lehre aufgrund nicht vorhandener Infrastruktur weiter ausgedünnt, ist es, also würde man einen Brand mit Feuer löschen. Das Land OÖ verfügt offensichtlich über keine Strategie, wie sie mit den arbeitsmarkt- und wirtschaftspolitischen Herausforderungen unserer Zeit umgehen soll“ stellt Margreiter weiter fest.

Auslagerungen möglich

Neben den Schließungsplänen liegen der Nationalrätin auch Unterlagen vor, die eine finanzielle Ausdünnung einzelner Berufszweige belegen. Als Beispiel können die Reinigungstechniker der Berufsschule 9 in Linz genannt werden. Es ist davon auszugehen, dass das Land OÖ neben den geplanten Standortschließungen künftig auch ganze Berufszweige an andere Bundesländer auslagern wird. Die chronische Unterfinanzierung bereitet den Weg dafür“ so Margreiter.

Harsche Kritik an Standortpolitik

Bemerkenswert ist diese Maßnahme vor allem deshalb, weil die Erschließung von 30.000 neuen Fachkräften in den nächsten fünf Jahren auf der Standort-Agenda der WKO und ihren Partnern, also auch dem Land OÖ, ganz oben steht. Schon heute erkennen vier von fünf Unternehmen laut einer WIFO-Studie den Fachkräftemangel als Hauptsorge für die künftige betriebliche Weiterentwicklung. „Zahlreiche Betriebe investieren viel Geld, um Lehrlinge in den Betrieb zu locken. Die Politik der ÖVP-FPÖ Landesregierung konterkariert diese Bemühungen. Die WKO schweigt. Politik für den Standort sieht anders aus“ fasst Margreiter zusammen.


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