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BAD ISCHL. Ein hartes Urteil fällten die Prüfer des Bundesrechnungshofes nach der Prüfung der Bad Ischler Finanzen. Der Stadtchef weist allerdings die Kritik zurück. 

Bad Ischls Bürgermeister Hannes Heide. Foto: Thomas Leitner
Bad Ischls Bürgermeister Hannes Heide. Foto: Thomas Leitner

Kritisiert werden dabei vor allem die überdurchschnittlich hohe Preise für Kanal und Wasser. Die Gebühren für Wasser bzw. Abwasser waren in der Kaiserstadt im Jahr 2016 um zehn bzw. 24 Prozent höher als der Durchschnitt in anderen Gemeinden mit mehr als 10.000 Einwohnern. In den Jahren 2005 bis 2017 habe die Stadtgemeinde genau aus diesen Gebühren Überschüsse von insgesamt 32,21 Millionen Euro erzielt. Das meiste davon floss fast nur ins allgemeine Budget. Daneben nahm die Stadtgemeinde im außerordentlichen Haushalt Darlehen von 17,23 Millionen für Investitionen in die Infrastruktur der Wasserversorgung, Abwasser- und Abfallentsorgung auf, anstatt wie gesetzlich vorgegeben die Überschüsse zur Finanzierung zu verwenden.

Heide weist Kritik zurück 

„Dieses Gefühl habe ich jetzt auch“, sagt das Stadtoberhaupt. „Ich habe mir die durchschnittlichen Wasser- und Kanalgebühren in Oberösterreich 2017 herausgesucht und habe sie mit Bad Ischl verglichen.

Im Landesschnitt kostet 1 Kubikmeter Wasser 1,65 Euro, in Bad Ischl zahlen die Bürger 1,87 Euro. Die Kanalgebühren liegen in der Kaiserstadt bei 4,27 Euro - im Durchschnitt bei 4,05 Euro. 

„Die hohe Verschuldung, die im außerordentlichen Haushalt gemacht wurde, ergibt sich daraus, dass wir bei der Gartenschau zehn Millionen in die Platzgestaltung investiert haben. Damit haben wir unter anderem aber auch den Altstadtkanal saniert, die Kreuzschwesternschule gekauft und den Wirtschaftshof errichtet. Außerdem mussten wir  in dem Zeitraum auch Straßen und Brücken sanieren. Das waren natürlich außerordentlich große Herausforderungen“, stellt Heide klar. 


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