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Lebensrettung in allerletzter Sekunde: Familienvater im Kroatien-Urlaub als Schutzengel im Einsatz

Markus Hochgatterer, 07.08.2018 16:40

BAD KREUZEN. Die erste gemeinsame Urlaubsreise mit Söhnchen Jakob führte Martin Aschauer und seine Frau Sonja Anfang August nach Kroatien. Dass eine andere Urlauberfamilie eben so glücklich wie seine eigene, den Heimweg aus Dalmatien antreten konnte, hatte diese dem gebürtigen Bad Kreuzener zu verdanken. Mit raschem und beherzten Eingreifen wurde der 39-Jährige zum Lebensretter.      

Der gebürtige Bad Kreuzener Martin Aschauer freute sich eben so wie seine Familie über das Happy End der Rettungsaktion. Foto: Aschauer

Während Gattin Sonja und Sohn Jakob den Abend des 4. August am Strand des beliebten Urlaubsorts Duce ausklingen ließen, drehte Aschauer gegen 19.30 Uhr mit dem Schlauchboot noch eine letzte Runde im Meer und verhinderte dadurch eine Tragödie.

Instinktiv auf Hilfe-Rufe reagiert: Lebensretter Martin Aschauer schildert sein Eingreifen

Im Tips-Gespräch schildert er unmittelbar nach seiner Rückkehr aus dem Urlaub die bangen Minuten. „Ich genoss gerade vom Boot aus die Abendstimmung in ruhiger Atmosphäre, denn um diese Zeit waren sowohl im Wasser als auch am Strand nicht mehr viele Leute zu sehen. Es war eigentlich sehr ruhig, als ich plötzlich hörte, wie jemand laut und panisch in englischer Sprache um Hilfe rief. Schnell konnte ich die Help-Schreie orten, bemerkte zunächst eine verwaiste Luftmatratze und kurz darauf eine Person, die ein paar Meter weiter unterzugehen drohte. Ich hab keine Sekunde nachgedacht und bin ins Wasser gesprungen. Die Person ist immer wieder kurz untergegangen und ich hab manchmal nur mehr die Hände aus dem Wasser ragen sehen. Als ich schließlich die rund 50 Meter zur Unglücksstelle zurücklegte, bekam ich die zu ertrinken drohende Person – ein junges Mädchen – im wahrscheinlich im allerletzten Moment gerade noch zu fassen.“

Gerettetes Mädchen noch im Wasser an überglücklichen Vater übergeben

Aschauer schwamm mit ihr Richtung Ufer bis zu einer Rettungsboje. Zu dieser hatte es zwischenzeitlich auch der vom Ufer aus heranschwimmende Vater geschafft. Der Schutzengel konnte ihm dort seine Tochter übergeben. „Am rettenden Ufer angekommen sprach mir die Familie des Mädchens, welche die Gefahrensituation viel zu spät bemerkte ihren großen Dank dafür aus, dass ich wenige Minuten zu vor ihr Schutzengel war. Ich war einfach zu richtigen Zeit, am richtigen Ort. Außer mir waren zu dieser späten Stunde keine anderen Personen in Hörweite des jungen Mädchens im Wasser“, erzählt Aschauer, der auch beruflich im übertragenen Sinne als Retter im Einsatz ist. Und zwar in Wien als Head of Communications bei der Organisation GLOBAL 2000 als jener der Umwelt.


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