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BAD LEONFELDEN. Originelle Methoden des Schwindelns werden in der Sonderausstellung des Oberösterreichischen Schulmuseums gezeigt. Die Ausstellung wurde am 1. Mai offiziell eröffnet.

alle Fotos: Helga Baier
  1 / 6   alle Fotos: Helga Baier

Nur wenige können von sich behaupten, es nie getan zu haben: „Schwindeln“ ist ein ebenso historisches wie aktuelles und völkerübergreifendes Phänomen. Geschwindelt wird vor allem durch Austausch mit den Banknachbarn, rund 20 Prozent nutzen „Schummelzettel“. Nach deutschen Statistiken schwindeln in Prüfungen der Sekundarstufe zwischen 40 und 60 Prozent aller Schüler, erwischt wird offenbar nur jeder Fünfte. Die Sonderausstellung lässt den Besucher unter dem Titel „Erwischt!“ anhand von 1000 „Spickzetteln“ aus 100 Jahren Schulgeschichte zwischen Padua und Nowgorod einen tiefen Blick in die Schattenwelt des schulischen Lernens werfen. Neben den Klassikern aus Papier (darunter der berühmte Schwindelzettel des deutschen Nationaltorhüters Jens Lehmann, durch den er bei der Fußballweltmeisterschaft 2006 die entscheidenden Elfmeter parierte) und der meist fotografierte „Spickzettel“ der Welt können auch umgebaute Armbanduhren, manipulierte Kugelschreiber, Hightech-Brillen oder in die Kleidung integrierte Zugvorrichtungen bestaunt werden. Darüber hinaus werden große und kleine Besucher zum interaktiven Suchen nach versteckten Schwindeleien eingeladen. Die Ausstellung kann bis 1. November zu den Öffnungzeiten (Dienstag, Samstag, Sonn- und Feiertage von 14 bis 17 Uhr) besichtigt werden. Gruppen ab acht Personen werden nach Voranmeldung im Tourismusbüro (Tel. 07213/6397) jederzeit durch die Ausstellung geführt.

Vor 150 geladenen Gästen aus Politik und Kultur des Landes eröffnete am 1. Mai Landeshauptmann Josef Pühringer die Ausstellung ganz besonderer Art. Gemeinsam mit anderen Prominenten (Landesschulrat Fritz Enzenhofer, Thomas Kerbl und Bürgermeister Alfred Hartl) plauderte er dann auch noch mit köstlichen Anekdoten über eigene Schwindeleien aus der Schule.

Im Rahmen der unterhaltsamen Feier wurde übrigens auch die 100.000ste Besucherin, Christine Hartl aus Leonding, besonders geehrt.


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