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BAD LEONFELDEN. Das Gastgewerbe gilt als eine besonders herausfordernde Branche. Dass die Arbeit am Gast durchaus Freude macht, beweist Eileen Hinterreiter aus Freistadt , die erst vor Kurzem ihre Lehre als Restaurantfachfrau abgeschlossen hat.

Während der Lehrzeit lernt man auch Cocktails zu mixen. Fotos: Hamedinger
  1 / 2   Während der Lehrzeit lernt man auch Cocktails zu mixen. Fotos: Hamedinger

„Wenn man den Kontakt mit Menschen liebt, viele neue Erfahrungen und einen abwechslungsreichen Beruf sucht, dann ist eine Tätigkeit im Service ideal“, erklärt die in Bad Leonfelden wohnende Eileen. Erste Erfahrungen mit der Welt der Gastronomie konnte die 18-Jährige an der Tourismusschule Bad Leonfelden sammeln, doch das Schulleben war nicht das Richtige für Hinterreiter: „Ich wollte einfach nicht mehr nur lernen, sondern mehr praktisch arbeiten.“ Daher begann sie im Spa Hotel Bründl ihre Lehre, die sie bis heute nicht bereut: „Ich könnte mir eigentlich keinen anderen Beruf vorstellen, mir macht die Kommunikation mit den Gästen Spaß und ich verwöhne sie gerne“.

Jammern hilf nicht weiter

Dass es – wie in allen Berufen – weniger schöne Seiten gibt, liegt auf der Hand. Hinterreiter: „Manchmal kann es ganz schön stressig werden und von Zeit zu Zeit braucht man auch eine dicke Haut. Aber wenn die Zusammenarbeit mit den Kollegen klappt, dann schafft man auch das ohne Probleme.“ Und gerade das Arbeitsumfeld wird für junge Menschen bei einer Berufswahl immer entscheidender: „Die Wertschätzung ist wichtig – egal ob durch Kollegen oder die Vorgesetzten“, erklärt Hinterreiter, deren Ansicht auch durch den Direktor des Hotels, Karl Schmalzer, bestätigt wird: „Wir unterstützen die Lehrlinge wo wir nur können. So bieten wir ihnen die Möglichkeit, sich in den verschiedensten Bereichen weiterzubilden und kommen ihnen – so weit möglich – bei den Arbeitszeiten entgegen. Jammern hilft bei der Lehrlingssuche nicht weiter, wir müssen selbst aktiv werden, um als Ausbildner attraktiv zu sein. Sonst wird es in einigen Jahren keine Fachkräfte mehr geben.“

Im Ausland Erfahrungen sammeln

Dass die Hotellerie auch die Chance bietet, die Welt kennenzulernen, weiß Hinterreiter schon aus eigener Erfahrung: „Ich hab fünf Wochen in Belfast gearbeitet. Es war genial, dort im Hotel neue Erfahrungen zu sammeln und die Stadt zu erkunden.“ In Zukunft möchte die Mühlviertlerin gerne wieder in Großbritannien arbeiten. „Die Mentalität in England oder Irland ist ein andere. Das möchte ich einmal für längere Zeit erleben. Und vielleicht werde ich eines Tages im Hotel-Management arbeiten. Das wäre sicher eine sehr reizvolle Aufgabe.“


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