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BAD SCHALLERBACH. Zahlreiche Feuerwehren waren gestern beim Wohnhausbrand in Bad Schallerbach im Einsatz. Die Brandursache war vorerst noch unklar. Nach ersten Ermittlungen dürfte der Brand durch Fahrlässigkeit eines Mieters ausgebrochen sein.

Fotos: AW Markus Hanetseder, FF Bad Schallerbach
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UPDATE, 8. Jänner, 16.20 Uhr:

Die Brandstelle wurde am 8. Jänner 2017 vormittags durch einen Brandsachverständigen der Brandverhütungsstelle für Oberösterreich im Beisein der Ermittlungsbeamten des Landeskriminalamtes OÖ untersucht. Der Brand brach offensichtlich in einer Kleinwohnung eines 48-jährigen Mieters aus. Der Brand breite sich über einen hölzernen Stiegenaufgang hoch ins Obergeschoß aus. Es konnten keine Hinweise auf eine technische Brandursache festgestellt werden. Demnach dürfte der Brand durch fahrlässigen Umgang mit Rauchwaren oder offenem Feuer verursacht worden sein. Diesbezüglich sind weitere Erhebungen und Einvernahmen notwendig. Der Wohnungsmieter wurde mit Verdacht auf Rauchgasinhalation in das Klinikum Grieskirchen eingeliefert und stationär aufgenommen. Es ist ein Gesamtschaden von rund 150.000 Euro entstanden und das Wohnhaus ist unbewohnbar.

Bericht vom Feuerwehreinsatz

Am 07. Jänner 2017 wurde um 17:28 Uhr die Feuerwehr Bad Schallerbach zu einem Wohnhausbrand in die Schöner Straße alarmiert. Nach Erkundung des Einsatzleiters Bruno Roithmeier ergab die Sachlage einen fortgeschrittenen Brand der die Alarmierung weiterer Feuerwehren erforderte. Über das Landesfeuerwehrkommando wurde Alarmstufe 2 ausgelöst.

Ein Innenangriff durch den Atemschutztrupp war aufgrund der starken Hitzeentwicklung nur mehr im Erdgeschoss möglich. Ein Vordringen in den 1. Stock bzw. Dachgeschoss war durch das bereits brennende Holzstiegenhaus nicht mehr möglich.

Zum Zeitpunkt des Brandausbruches befanden sich vier Personen in angemieteten Zimmern. Ein Hausbewohner konnte vom Atemschutztrupp Bad Schallerbach aus dem stark verrauchten Erdgeschoss gerettet und daran gehindert werden, dass er das brennende Haus wieder betritt. Der Bewohner wurde dem Roten Kreuz übergeben.

Durch das teilweise öffnen des Daches konnte mittels schweren Atemschutz über die Drehleiter Grieskirchen und Hubsteiger Wels die restlichen Brandherde bekämpft werden.

Bei –8° Grad gefroren teilweise die Löschwasserleitungen die den Brandeinsatz erschwerten. Ein Atemschutzsammelplatz und die Mannschaftsversorgung wurde im Dienstleistungszentrum Bad Schallerbach eingerichtet.

Bei diesem Wohnhausbrand standen insgesamt 114 Mann im Einsatz und 72 Atemluftflaschen wurden verbraucht. Das Brandobjekt ist bis zum Abschluss der Brandermittlungen gesperrt.Die Feuerwehr Bad Schallerbach bedankt sich für den reibungslosen Einsatzablauf bei den Nachbarfeuerwehren.

Mit Ende der Berichterstattung um 03:45 Uhr konnte noch immer kein „Brand aus“ gegeben werden.

Im Einsatz standen die Feuerwehren aus Bad Schallerbach, Wallern, Schlüßlberg, Tegernbach, St. Marienkirchen a.d.P., Grieskirchen und Wels.


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