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BAD SCHALLERBACH. Zum Artikel „Das Aussehen eines Schallerbacher Bachbetts sorgt für Diskussion“ erreichten die Tips-Redaktion einige Lesermeinungen.

Verwachsenes Bachbett oder...
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Leserbrief von Gerhard Sailer aus Bad Schallerbach:

Ein Schandfleck für die Gemeinde und Kinder trauen sich kaum zum Spielen raus – das ist Populismus in Reinkultur. Wir können dem Bürgermeister nur voll zustimmen, denn das Bild mit der ökologischen wertvollen Situation ist einmalig. Dagegen ist der Bachabschnitt der von den Anrainern selbst gepflegt wird, eine 0/8/15 Aktion. Solche Kanäle hat man in der 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts gebaut. Man kommt jetzt wieder weg davon.

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Leserbrief von Helmut Bruckmüller aus Bad Schallerbach:

Bedauerlicherweise wird der Wert einer naturnahen, artenreichen Landschaft von manchen Menschen immer noch nicht erkannt und die Umgebung auf kahl und leblos getrimmt. Wenn ein Teil des Baches gemäht wird, der andere nicht, dann wäre dies ohnehin eine Lösung, bei der man auf die verschiedenen Meinungen eingeht.Ob es erlaubt ist, am öffentlichen Gut selber Hand anzulegen, muss geklärt werden.

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Leserbrief von Gerlinde Pöttinger aus Bad Schallerbach:

Ich finde, dass der Bereich, der wild bewachsen ist, deutlich charmanter ist. Die kahl gemähten Uferteile wirken sehr deprimierend. Hoffentlich setzt sich die Diversität durch.

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Leserbrief von Josef Malzer aus Schlüßlberg:

Verrückt- Kaum ist Faschingsbeginn am 11.11., um 11.11 Uhr, verwechseln drei Bad Schallerbacher den Gebersdorferbach mit einem Kanal. Bachufer sind das letzte Rückzugsgebiet für viele kleine nützliche Tiere, die durch die meist intensive Landwirtschaft schon längst kein zu Hause oder Winterquartier haben. Fische brauchen Beschattung, wenn die Sonne direkt ins Wasser scheint, wird es zu warm und es gibt keine Fortpflanzung. Das Bild auf dem die Verwilderung gezeigt wird, ist der ideale Bewuchs für einen Bach. Wer hat da die Augen der Drei so verrückt, dass ein toter Kanal besser gefällt als ein natürliches Bächlein? Kein Wunder, wenn Kinder wie Greta uns Alten sagen müssen, wie falsch wir liegen, und das in jeder Hinsicht.

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Leserbrief von Bernhard Birek aus Bad Schallerbach

Stellungnahme zu Leserbriefen in der Ausgabe 47 von 20. November:

Zu den Leserbriefen möche ich als betroffener Anrainer auch einmal Stellung nehmen.Die Leserbriefschreiber sind allesamt nicht betroffen, da redet es sich leicht, wobei ich bezweifle ob diese hier einmal vor Ort waren. Ich möchte sehen, was die Leserbriefschreiber sagen würden, wenn sich auf ihrem Rasen 14 Bisamratten und eine Schlange aufhalten.Ich möchte hier auch nicht über Fake-News spekulieren, da sämtliche Leserbriefe sehr konstruiert wirken. Wer wenn nicht die Anrainer sollen am öffentlichen Gut Hand anlegen, wenn es die öffentliche Hand nicht macht? Hinzu kommt, dass unsAnrainern vom Gewässerverband ganz andere Dinge versprochen wurden: So wurde uns gesagt, dass eine Grünoasemit Wohlfühlbank geschaffen wird.

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Leserbrief von Josef Limberger, Naturschutzbund, aus Peuerbach

Zum Artikel „Aussehen von Bachbett in Bad Schallerbach sorgt für Diskussion“Erschreckend wie weit Personen sich von einem gesunden Naturempfinden entfernt haben und wie sehr der Ordnungssinn, dem schon Vieles in unserem Land zum Opfer gefallen ist, um sich greift. Das, was diese Herren so sehr kritisieren, nenne ich die „Göttliche Ordnung“: Schon der berühmte österreichische Maler und Umweltpionier Friedensreich Hundertwasser hat den Ausdruck geprägt: „Die gerade Linie ist gottlos“.Meine Herren, das Bachbett ist nicht Ihr Wohnzimmer. Bewuchs an den Ufern kann ein wichtiger Rückzugsraum für Tiere und Pflanzen sein. Vor allem aber ein verbindender Korridor, der zur Vernetzung unserer ohnehin so ausgeräumten Landschaft beiträgt. Zaunkönig und eventuell auch Rohrsänger finden hier Unterschlupf. Lassen Sie doch noch ein Minimum an Natürlichkeit in Ihrer Umgebung übrig, auch für die nächsten Generationen. Bisamratten sind übrigens genau genommen keine Ratten, auch wenn sie zu den Nagetieren gehören und sie sind eigentlich keine heimischen Tiere, obwohl sie sich fest bei uns etabliert haben. Ihr größter Feind ist, sie werden es nicht glauben, der allseits so verhasste Fischotter. Es gibt viele Menschen, denen noch etwas an der heimischen Natur liegt, auch das sollten Sie bedenken. Wir sollten eher dafür plädieren, dass unsere Bachufer wieder von schattenbildenden Bäumen und Sträuchern gesäumt sind, ja, dass die Bäche links und rechts ihrer Ufer mehr Platz bekommen, Aufweitungen und Schwellen und Kolke erhalten und zum Lebens- und Erlebnisraum werden. Das wirkte sich sogar auf die Fischfauna positiv aus die dort willkommene Deckung vorfinden und würde eine arten- und erlebnisreichere Landschaft für uns alle bedeuten. Der Wasserbau zeigt das ja in den letzten Jahren an einigen Plätzen in Oberösterreich recht eindrucksvoll vor.

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