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BAD WIMSBACH-NEYDHARTING. Die Gemeinde hat ein zeitgeschichtliches Thema aufgearbeitet. Kulturausschuss-Obmann Norbert Fischer hat gemeinsam mit den Luftfahrthistorikern Wolfgang Neuwirth und Christian Arzberger den Abschuss des schweren amerikanischen B24-Bombers „Leaky Tub“ beim ersten Feindflug auf Steyr durch ein deutsches Jagdflugzeug erforscht.

  1 / 2   Ein B24-Bomber – dieser Maschinentyp ist in Bad Wimsbach abgestürzt. Foto: 450th Bombardment Group Veteran Association

Bei dem Absturz am 23. Februar 1944 in der Ortschaft Bergham fanden zehn Besatzungsmitglieder den Tod. Der einzige Überlebende war der Fotograf Alphonso Lanteigne, er starb 1976.

Bewegende Ereignisse

Kulturausschuss-Obmann Norbert Fischer hat sich schon seit frühester Jugend für das Thema interessiert: „Etwas genaues gewusst hat man aber nicht“. Gemeinsam mit den Historikern Wolfgang Neuwirth und Christian Arzberger hat er im Sommer 2016 schließlich ein Projekt initiiert. Man hat begonnen die Geschichte des Bombers und die Schicksale der Besatzungsmitglieder aufzuarbeiten. Man hat die Adressen der Besatzung über die Botschaft ausfindig gemacht, Material gesammelt und die Forschungsergebnisse in einer wissenschaftlichen Arbeit zusammengefasst. „Je mehr ich in dieses Thema eintauchte, wurde für mich immer sichtbarer, dass sich die Zeitzeugen bis heute fast täglich mit diesem Ereignis auseinandersetzen, weil sie die Bilder nicht aus dem Kopf bekommen. Es war eine Vergeudung und Vernichtung an Jugend, Zukunft, Hoffnungen und Leben. Die Besatzung war 18 bis 23 Jahre alt, die Deutsche Flak-Bedienungsmannschaft war zwischen 16 und 19 Jahre alt“, ist Fischer noch immer tief bewegt von den Geschehnissen 1944 in seiner Heimatgemeinde.

Gedenkveranstaltung

Eine Gedenkveranstaltung vor und am Nationalfeiertag soll an den Absturz erinnern. Es werden nicht nur Gedenktafeln an der Absturzstelle und beim Kriegerdenkmal enthüllt, es wird auch eine Gedenkfeier, eine Ausstellung im Museum Tempus und ein rund 60 Seiten starkes Buch geben (Ablauf der Feier siehe Infobox). Besucher und Leser erfahren so mehr über die Hintergründe der Geschehnisse. Es werden die Namen und Schicksale der Besatzungsmitglieder und die Geschichte des Bombers und des Feindfluges dargestellt. Beim Festakt sind Interviews mit Angehörigen der gefallenen Soldaten und Zeitzeugen geplant. Außerdem kommen Abordnungen des Bundesheeres, der Botschaft und der US-Army. Die Ausstellung wird bis Ende November zu sehen sein.

Mittwoch, 25. Oktober

18 Uhr: Einweihung einer Gedenktafel an der Absturzstelle in Bergham

Donnerstag, 26. Oktober

9 Uhr Festzug zur Kirche

9.15 Uhr: Gedenkmesse in der Kirche

10 Uhr: Festakt beim Kriegerdenkmal mit Enthüllung der Gedenktafel

11 Uhr: Gedenkveranstaltung (Festakt) im Turnsaal der Volksschule

12 Uhr: Eröffnung der Folgeausstellung im Museum Tempus


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