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BAD WIMSBACH-NEYDHARTING. Zum 100. Jahrestag des Kriegsendes gedenkt man in der Gemeinde den Gefallenen des Ersten Weltkriegs auf besondere Weise. Die Ergebnisse des Forschungsprojekts eines Historikers werden im Rahmen einer Gedenkfeier präsentiert.

Der Historiker Thiemo Gaisbauer beleuchtet in seiner Forschungsarbeit die Einzelschicksale der Gefallenen aus Bad Wimsbach. Foto: T. Gaisbauer

Der Erste Weltkrieg endet vor 100 Jahren, am 11. November 1918. Vielerorts wird in Veranstaltungen daran gedacht. Eine wissenschaftliche Studie des Historikers Thiemo Gaisbauer beschäftigt sich aber auch mit den Einzelschicksalen von gefallenen Bad Wimsbachern.

Forschungsarbeit

Anlass dazu ist eine Gedenktafel, die im Auftrag des Österreichischen Schwarzen Kreuzes (ÖSK) für die rund 80 gefallenen Soldaten der Gemeinde neu gestaltet wurde und am Freitag, 2. November feierlich präsentiert wird.

Jahrelang sichtete Gaisbauer Unterlagen und recherchierte die Schicksale von Soldaten. Viele kleine Puzzleteile fügte er zu einem detailreichen Projekt zusammen. Dabei ist er auf interessante Fakten gestoßen. Wer etwa in landwirtschaftlich geprägten Regionen aufwuchs, musste viel eher damit rechnen, im Krieg an vorderster Front eingesetzt zu werden. Gewerbetreibende, Industriearbeiter oder Bürger wurden nicht zuletzt aufgrund ihrer fachlichen Qualifikation häufiger in den Schreibstuben eingesetzt. „Noch nie hat eine Gemeinde das Schicksal der Opfer des Ersten Weltkriegs in vergleichbarer Weise aufgearbeitet“, berichtet der Historiker, der aus der Gemeinde Bad Wimsbach-Neydharting stammt.

Gedenkveranstaltung

Die spannenden Details dieser Studie werden im Rahmen der Veranstaltung „Gott würfelt nicht“ am Freitag, 2. November (nach der Gräbersegnung, der Hl. Messe und der Einweihung der neuen Gedenktafel) um zirka 20 Uhr im Pfarrsaal präsentiert.


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