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BAD ZELL. Am unteren Marktplatz kommt es aufgrund der engen Straßen und der Kurvenführung öfter zu gefährlichen Situationen. Bereits drei Mal krachten Autos in die Bäckerei Stöcher. Eine leichte Verlegung der Straße nach oben soll für mehr Sicherheit für Autofahrer und Fußgänger sorgen.

Bereits drei Mal landeten rutschende Autos in der Bäckerei Stöcher. Foto: privat
Bereits drei Mal landeten rutschende Autos in der Bäckerei Stöcher. Foto: privat

„Besonders im Winter kann es auf den Pflastersteinen auf dem Marktplatz schnell eisig werden und die Fahrzeuge geraten ins Rutschen. Bereits zwei Mal im Winter und ein drittes Mal heuer im Juni landeten rutschende Autos in unserem Geschäftsportal“, erzählt Karl Stöcher, Inhaber der Bäckerei Stöcher. „Es entstanden jeweils erhebliche Sachschäden, Personen wurden Gott sei Dank dabei nicht verletzt.“

Probleme bei Gegenverkehr

Die enge Straßenführung sorgt zudem häufig für Probleme bei Gegenverkehr, vor allem, wenn sich Busse und Lastwagen gegnen. „Die derzeitige Situation mit dem stufenlosen Verlauf von Fahrbahn und Gehsteig erzeugt bei Autofahrern und Fußgängern Unsicherheiten. Oftmals parken Autos auf der Fläche gegenüber unseres Geschäftslokals, obwohl diese bereits mit zwei weißen Kreuzen als Nicht-Abstellzone gekennzeichnet sind. Manchmal ragen die abgestellten Autos bis in den Kreuzungsbereich hinein, sodass größere Fahrzeuge den Kurvenradius nicht schaffen und weit ausschweifen müssen. Der Gegenverkehr, von der Mosergasse kommend, wird dadurch abgedrängt und muss auf den Gehsteig ausweichen“, erzählt Stöcher.

Belebtes Zentrum

Ein weiteres Problem ist die enge Kurvenführung in der Huterergasse. An den Ecken der Häuser der Kurve sieht man deutlich, dass hier öfter Fahrzeuge streifen, die den Radius nicht ganz schaffen. „Es ist wichtig, dass die Bad Zeller und auch die Touristen in das Ortszentrum fahren können, das belebt den Ort und ist wichtig für die Geschäftslokale im Zentrum“, sagt Bürgermeister Hubert Tischler. „Gleichzeitig wollen wir aber auch dafür sorgen, dass man gerne im Ortszentrum verweilt und Sicherheit für Autofahrer und Fußgänger gegeben ist.“

Straße nach oben verlegen

Die Gemeinde hat sich an das Land Oberösterreich gewandt, um die Verkehrssituation auf dem Marktplatz verbessern zu können. „Wir haben eine gute Gesprächsbasis“, sagt Tischler. Das Land hat auch bereits einen Plan vorgelegt, der die Straßenführung etwas nach oben verlegen würde. Somit wäre der Kurvenradius nicht mehr so eng und mehr Abstand zwischen Geschäftslokalen und Straße, was wiederum mehr Platz für die Fußgänger und auch mehr Sicherheit bringen soll.

Die Anrainer in die Gestaltung einbinden

Der Wunsch der Gemeinde wäre es, bereits im Frühling 2021 mit den Bauarbeiten zu beginnen. „Wir haben jetzt noch Gespräche mit dem Land. Danach wollen wir den Anrainern und Bürgern die Pläne vorstellen und sie nach ihren Wünschen fragen. Es ist uns wichtig, dass die Bad Zeller in die Gestaltung eingebunden werden“, sagt der Bürgermeister.

Ideen für Grünflächen

Im Zuge der Straßenplanung wäre es auch möglich, den Marktplatz mitzugestalten. Ideen für Grünflächen und Verweilzonen gibt es aus einem privaten Plan. „Uns ist es aber auch wichtig, weiterhin Parkplätze zur Verfügung zu stellen. Laut aktuellem Plan des Landes Oberösterreich würden nur ein bis zwei Parkplätze weniger auf dem Marktplatz zu finden sein“, sagt Tischler. Die Marktplatzgestaltung ist seit 30 Jahren Thema in der Gemeinde. „Bisher hatten aber andere Projekte wie die Schulsanierung und der Ausbau der Infrastruktur Vorrang.“


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