FPÖ: Die Ära der Klubobmannschaft Martin Hubers könnte bald vorbei sein
BLINDENMARKT/ST. PÖLTEN. Erst seit März ist der Blindenmarkter Martin Huber Klubobmann der Freiheitlichen in Niederösterreich. Nun soll aber Udo Landbauer kurz vor seiner Rückkehr in den Landtag stehen, den sich Bundesparteiobmann Heinz-Christian Strache laut Medienberichten als Klubobmann in Niederösterreich wünscht. Tips hat bei Martin Huber nachgefragt.

Natürlich begrüße er die Rückkehr Udo Landbauers in den Landtag, er sei ja ein Teammitglied, lässt Martin Huber auf Tips-Anfrage wissen. Landbauer erlangte landesweit als Spitzenkandidat der Freiheitlichen für die Landtagswahlen im vergangenen Jänner Bekanntheit. Bundesweit sorgte sein Name jedoch rund um die sogenannte Liederbuch-Affäre für Schlagzeilen – in Liederbüchern seiner Burschenschaft Germania, in der er als stellvertretender Vorsitzender fungierte, waren antisemitische Texte gefunden worden. Die Staatsanwaltschaft begann zu ermitteln. Im Februar legte Landbauer schließlich seine politischen Funktionen zurück. Im März wurde Martin Huber zum Klubobmann der FP gemacht. Vor wenigen Tagen stellte die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen rund um die Liederbücher ein, Grund: Verjährung. Landbauer war als Zeuge einvernommen worden. Nun könnte die Rückkehr Landbauers in den niederösterreichischen Landtag kurz bevorstehen. Der FP-Abgeordnete Michael Schnedlitz ließ bereits verlauten, dass er sein Mandat Landbauer zur Verfügung stellen wird. Bundesparteiobmann Heinz-Christian Strache soll sich laut Medienberichten Landbauer als Klubobmann wünschen – das könnte für Martin Huber bedeuten, dass er nach nur fünf Monaten seine Klubobmannschaft wieder abgeben muss. „Heute werden die Gremien beraten, wir werden uns absprechen und die beste Lösung gemeinsam erarbeiten“, gibt sich der vielleicht bald scheidende Klubobmann Huber bedeckt.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden