Böheimkirchner Betriebe stellten bei der zweiten Lehrstellenbörse ihre Lehrstellen vor
BÖHEIMKIRCHEN. Nach dem großen Erfolg im vorigen Jahr fand heute im Festsaal der Marktgemeinde die zweite Lehrstellenbörse statt. Schüler, Jugendliche und Eltern hatten von 8 Uhr bis 14 Uhr die Möglichkeit, sich im persönlichen Gespräch bei insgesamt elf teilnehmenden Betriebe über 30 freie Lehrstellen zu informieren. Tips sprach mit Bürgermeister Johann Hell (SPÖ) über die Info-Veranstaltung und warum er es für wichtig hält, einen Lehrberuf zu ergreifen.

Tips:Warum wurde die Lehrstellenbörse in Böheimkirchen ins Leben gerufen?
Hell: Der Hauptgrund ist, dass wir in Böheimkirchen sehr gute und innovative Betriebe haben, die auf Fachkräfte zählen. In vielen Gesprächen ist rausgekommen, dass sie schwer Lehrlinge finden. Vonseiten der Marktgemeinde wollen wir die Betriebe unterstützen und haben daher voriges Jahr begonnen, diese Lehrstellenbörse einzurichten, um über die freien Lehrstellen in Böheimkirchen zu informieren.
Tips:Was haben Sie vor den Lehrstellenbörsen unternommen, um die Böheimkirchner Betriebe bei ihrer Suche nach Lehrlinge zu unterstützen?
Hell: Es gibt bereits seit einigen Jahren eine sehr enge Kooperation zwischen den Betrieben, der Neuen Mittelschule und dem Polytechnikum der Marktgemeinde. Dort haben sich schon vorher Betriebe präsentiert. Wir wollen aber auch Schulen aus angrenzenden Gemeinden über freie Lehrstellen in Böheimkirchen informieren.
Tips:Welche Maßnahmen ergreifen Sie noch, damit die heimischen Betriebe Lehrlinge finden?
Hell: Wir bieten auch auf der Homepage der Marktgemeinde freie Lehrstellen an. Dort wurde ein eigener Bereich geschaffen, wo die Firmen die Möglichkeit haben, ihre freien Arbeitsplätze und Lehrstellen offenzulegen.
Tips:Wie viele Betriebe haben voriges Jahr aus der Lehrstellenbörse Lehrlinge rekrutiert?
Hell: Man nicht genau sagen, ob die Lehrlinge wirklich aufgrund dieser Informationsveranstaltung zu den Betrieben gekommen sind. Fakt ist, dass unsere Betriebe aus den Schulen Böheimkirchens und der Nachbargemeinden Lehrlinge bekommen, es aber leider einfach zu wenig sind. Das Problem, dass es zu wenig interessierte Jugendliche gibt, die einen Lehrberuf ergreifen möchten, gibt es eben auch in unserer Gemeinde. Das ist aber ein grundsätzliches Problem.
Tips:Warum ist es wichtig, einen Lehrberuf zu ergreifen?
Hell: Ich habe selbst Maschinenschlosser gelernt, worauf ich stolz bin. Der Spruch „Wenn du nicht gut genug bist, um in eine höhere Schule zu gehen, dann lern einen Lehrberuf“ zählt heute nicht mehr. Die Wirtschaft braucht gute Fachkräfte, die in die obersten Bereiche aufsteigen und sich weiterbilden können. Diesbezüglich hat Österreich mit „Lehre mit Matura“ ein tolles Instrument eingeführt.


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