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BRAUNAU. In einer Wohnung im Braunauer Stadtgebiet betrieben drei junge Deutsche eine Drogen-WG, die jetzt von der Braunauer Polizei ausgehoben werden konnte. Die Suchtmittel wurden vor allem in der sogenannten „GOA-Szene“ in den Umlauf gebracht.

Symbolfoto: Weihbold
Symbolfoto: Weihbold

Die Kriminaldienstgruppe der Polizeiinspektion Braunau führte seit Sommer 2020 aufgrund vermehrter Beschwerden aus der Bevölkerung Ermittlungen, in deren Fokus eine Wohnung im Stadtgebiet Braunau stand. Dabei konnte nun festgestellt werden, dass von Bewohnern einer WG in Braunau größere Mengen an synthetischen Drogen in Umlauf gebracht wurden. Die Wohnung und drei darin wohnhafte deutsche Staatsangehörige, eine 20-Jährige, ein 23-Jähriger und ein 24-Jähriger, etablierten sich als Anlaufstelle für Suchtmittel- Konsumenten, insbesondere aus der „GOA Szene“, sodass das rege Treiben rund um die Örtlichkeit bereits in der Bevölkerung wahrgenommen wurde.

Intensive Vorermittlungen

Aufgrund von intensiven Vorermittlungen erfolgte Ende Juli 2020 ein koordinierter Zugriff durch Drogenfahnder der Polizeiinspektion Braunau, wobei zwei Hauptbeschuldigte in der Wohnung festgenommen und verschiedene Suchtgiftarten vorgefunden werden konnten. So wurden neben Drogengeldern auch Amphetamin, MDMA, Kokain, XTC Tabletten, Marihuana, Cannabisharz und XANAX-Tabletten sichergestellt. Der Großteil der Drogen war bereits für den Weiterverkauf vorverpackt, wobei die Täter, um auch eigenen ökologischen Wertvorstellungen gerecht zu werden, mehrere hundert Stück wiederverwertbare Dosen verwendeten. Diese wurden mit dem Nebeneffekt einer kostengünstigen Verpackungsvariante von Drogenverkauf zu Drogenverkauf erneut befüllt. Den beiden Haupttätern, der 20- Jährigen und dem 24- Jährigen, konnte durch die Ermittlungen der Verkauf von insgesamt 4,7 Kilogramm Amphetamin, 600 Gramm MDMA, 1100 Stück XTC Tabletten sowie 200 Gramm Marihuana mit einem Straßenverkaufswert von insgesamt etwa 90.000 Euro nachgewiesen werden. Dem 23-Jährigen wurde der Schmuggel einer nicht geringen Menge Marihuana von Deutschland nach Österreich, welches für den Weiterverkauf durch seine Mitbewohner bestimmt war, nachgewiesen.

Beschuldigte sind geständig

Alle drei Beschuldigten zeigten sich hierzu umfassend geständig. Die Ermittlungen deckten auf, dass die Verkäufe bereits seit dem Jahr 2017 und nicht nur in Österreich, sondern auch im benachbarten Niederbayern erfolgten. Über Anordnung der Staatsanwaltschaft Ried wurden beide Hauptverdächtige in die Justizanstalt Ried eingeliefert. Im Rahmen von Folgeermittlungen wurden auch die in Deutschland wohnhaften Lieferanten ausgeforscht. Zudem wurde festgestellt, dass die Drogen vorerst via Darknet an eine Adresse in Bayern und von dort direkt in die Drogen- WG in Braunau versandt wurden. Diesbezüglich wurden grenzüberschreitende Ermittlungen in enger Zusammenarbeit mit der Kripo Passau eingeleitet. So wurden in Deutschland eine größere Menge an Suchtgift sichergestellt und diverse Personen der Staatsanwaltschaft Passau zur Anzeige gebracht. In Braunau wurden zwei Personen festgenommen. Vier Personen – unter anderem auch Subhändler - wurden wegen Suchtgifthandel und 32 Personen wegen weiteren Übertretungen nach dem Suchtmittelgesetz zur Anzeige gebracht.


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Dr. Gonzo
Dr. Gonzo
07.10.2020 20:05

Klimakiller Drogenfahndung

Und wer versorgt nuhn die Konsumenten in der Umgebung? Die müssen jetzt längere Wege in kauf nehmen, was wieder zu höheren CO2 Ausstoß führt! Beim nächsten mahl erst denken dann handeln, ich bin da mit immer gut gefahren! #sauberundstabil